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Krise auf Rettungsschiff «Alan Kurdi»: Flüchtlinge verzweifeln

Die Flüchtlinge, die seit 10 Tagen auf dem blockierten Rettungsschiff "Alan Kurdi" vor Sizilien ausharren müssen, verzweifeln zunehmend. (Archivbild)

Die Flüchtlinge, die seit 10 Tagen auf dem blockierten Rettungsschiff "Alan Kurdi" vor Sizilien ausharren müssen, verzweifeln zunehmend. (Archivbild)

Auf dem blockierten Rettungsschiff «Alan Kurdi» vor Sizilien verzweifeln die Flüchtlinge nach Angaben der Hilfsorganisation Sea-Eye zunehmend. Ein Mann habe versucht, sich das Leben zu nehmen, teilte die deutsche Organisation am Donnerstag mit.

Ein weiterer habe sich selbst verletzt. Die italienische Küstenwache habe deshalb drei von insgesamt 149 Geflüchteten in Sicherheit gebracht.

Das Schiff liegt vor der Stadt Palermo. Eigentlich sollen die Menschen wegen der Corona-Pandemie auf ein grösseres Schiff in Quarantäne kommen. Bislang ist jedoch unbekannt, wann das geschehen soll. Italien und Malta haben erklärt, dass sie keine Flüchtlinge an Land lassen könnten, weil diese nicht gesundheitlich versorgt werden könnten. Die Menschen legen meist im Bürgerkriegsland Libyen ab, wo ihnen in Lagern schwere Misshandlungen drohen.

"Die Menschen werden seit zehn Tagen auf der "Alan Kurdi" festgehalten und sind total verzweifelt", sagte Einsatzleiter Jan Ribbeck. Einige hätten während des Einsatzes der Küstenwache angedeutet, ins Wasser zu springen, um die italienischen Boote zu erreichen. "Sie liessen sich kaum beruhigen", sagte Ribbeck.

Vor der italienischen Insel Lampedusa wartet auch das spanische Rettungsschiff "Aita Mari" mit etwa drei Dutzend Flüchtlingen auf einen sicheren Hafen. Aus Gesundheitsgründen durften sieben Geflüchtete an Land: eine dreiköpfige Familie und vier Männer, wie die spanische Hilfsorganisation "Salvamento Marítimo Humanitario" auf Twitter mitteilte. Die "Aita Mari" hatte am Montag nach diesen Angaben vor Malta insgesamt 43 Menschen aus einem sinkenden Schlauchbott gerettet.

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