Frankreich

Macron verteidigt neuen Innenminister gegen Kritik von Frauen

Frauen demonstrieren vor der Ankunft des französischen Innenministers Darmanin gegen dessen Besuch. Eine Frau bezichtigt Darmanin der Vergewaltigung, die Ermittlungen waren zunächst eingestellt worden - ein Berufungsgericht kippte diese Entscheidung. Foto: Bob Edme/AP/dpa

Frauen demonstrieren vor der Ankunft des französischen Innenministers Darmanin gegen dessen Besuch. Eine Frau bezichtigt Darmanin der Vergewaltigung, die Ermittlungen waren zunächst eingestellt worden - ein Berufungsgericht kippte diese Entscheidung. Foto: Bob Edme/AP/dpa

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die viel kritisierte Berufung von Gérald Darmanin zum Innenminister verteidigt. Er respektiere die Wut von Feministinnen, sagte Macron in einem TV-Interview. Gleichzeitig pochte er auf die Unschuldsvermutung.

Gegen Darmanin wird wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs ermittelt. Der Fall war von Ermittlern bereits zu den Akten gelegt worden, muss nun aber neu untersucht werden.

"Es gibt die Unschuldsvermutung, es hat mehrere Untersuchungen gegeben, und jedes Mal wurden sie geschlossen", sagte Macron. Der Präsident betonte, hinter feministischen Forderungen zu stehen, diese seien auch ein roter Faden in seiner bisherigen Amtszeit gewesen. Man dürfe aber nicht ständig Emotionen nachgeben, sondern müsse auf demokratische Prinzipien wie die Unschuldsvermutung setzen. "Keine Sache wird gerade verteidigt, wenn dies unter Missachtung der Grundprinzipien unserer Demokratie geschieht", sagte der Präsident.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1