Nach Angaben des Radiosenders Emisoras Unidas fiel der 67-jährige US-Amerikaner nach der Ankündigung der Ablehnung in seinem Haftort in Ohnmacht. McAfee sei in ein Spital eingeliefert worden.

Der frühere Unternehmer und Gründer der nach ihm benannten Anti-Virus-Softwarefirma war erst am Mittwoch nach Guatemala geflohen und wollte dort Asyl beantragen. Die Flucht begründete er mit der Angst vor den Behörden in Belize. Er fürchte, er werde umgebracht, wenn er sich den Behörden stelle. Die Regierung von Belize hat die Äusserungen McAfees als paranoid zurückgewiesen.

Die Behörden in Belize wollen McAfee im Zusammenhang mit dem Mord an dem Amerikaner Gregory Faull befragen. Für die Polizei in Belize ist McAfee eine "Person von Interesse". Das heisst, dass die Behörden eine Verwicklung des Unternehmers in den Fall vermuten. McAfee bestreitet, in den Mord verwickelt zu sein.

McAfee beteuert Unschuld

McAfees Nachbar Gregory Faull war Anfang November erschossen auf seinem Grundstück auf der Insel Ambergris Caye entdeckt worden. Kurz zuvor hatte er sich über die Hunde und Wachleute auf dem Nachbargrundstück beschwert.

Als die Polizei McAfee nach dem Fund der Leiche befragen wollte, hatte sich dieser nach eigenen Angaben versteckt und die Flucht ergriffen. In seinem Blog beteuerte McAfee wiederholt, nichts mit der Tat in San Pedro zu tun zu haben.

Lukrativer Ausstieg 1999

Der US-Programmierer war in den 80er Jahren mit der nach ihm benannten Antivirus-Software reich geworden. 1999 nutzte er den Börsengang seiner Firma für einen lukrativen Ausstieg und liess sich im englischsprachigen Belize nieder. Das Land liegt nur eine Flugstunde von Miami entfernt.

Die "New York Times" schätzte McAfees Vermögen zu Spitzenzeiten auf 100 Millionen Dollar. Allerdings sei es in den letzten Jahren bis auf vier Millionen geschrumpft.