Schwerbewaffnet

Mindestens zehn Menschen bei Geiselnahme in der Ukraine festgehalten

Ukraine: Schwerbewaffneter bringt Bus mit 20 Passagieren in seine Gewalt

In der westukrainischen Grossstadt Luzk hat ein schwerbewaffneter Mann mindestens zehn Menschen in einem Bus als Geiseln genommen.

(dpa) Die Polizei sei bereit einzugreifen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag mit. Man wolle aber in jedem Fall Opfer vermeiden. «Es werden Verhandlungen mit dem Geiselnehmer geführt.»

Details könne er nicht nennen. In der Stadt mit rund 200 000 Einwohnern wurde das Zentrum abgeriegelt. Innenminister Arsen Awakow flog am Nachmittag in die rund 350 Kilometer westlich von Kiew gelegene Grossstadt, um die Lage vor Ort zu bewerten.

Der Mann habe am Dienstagvormittag den Polizeinotruf selbst verständigt und die Beamten über die Geiselnahme informiert. Berichten zufolge war der Geiselnehmer mit einem Sturmgewehr und Handgranaten bewaffnet. Der Mann sei den Behörden bekannt. Während mehrjähriger Gefängnisstrafen soll der in Russland geborene 44-Jährige ein Buch mit dem Titel «Philosophie eines Verbrechers» geschrieben haben. Er sei zudem in psychiatrischer Behandlung gewesen, hiess es.

Zunächst war offen, wie viele Menschen sich in der Gewalt des Geiselnehmers befinden. Die Polizei ging von rund 20 Geiseln aus, der Inlandsgeheimdienst SBU sprach hingegen von zehn Opfern. Der Geiselnehmer soll gefordert haben, dass unter anderem Vertreter von Kirche und Staat sich öffentlich als «Terroristen» bezeichnen.

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