Katholische Kirche

Papst warnt vor Bedeutungsverlust der katholischen Kirche

"Keine dominante Grösse mehr": Papst Franziskus bei der Ankunft im Vatikan vor seiner Rede vor Mitgliedern der Kurie.

"Keine dominante Grösse mehr": Papst Franziskus bei der Ankunft im Vatikan vor seiner Rede vor Mitgliedern der Kurie.

Papst Franziskus hat vor einem vor Bedeutungsverlust der katholischen Kirche insbesondere in Europa gewarnt. «Wir sind heute nicht mehr die Einzigen, die Kultur prägen und wir sind weder die ersten noch die, denen am meisten Gehör geschenkt wird», sagte der Papst.

Das Christentum sei "keine dominante Grösse" mehr, erklärte der Pontifex am Samstag bei seiner Weihnachtsansprache vor Mitgliedern der Römischen Kurie. Der Glaube werde vor allem in Europa, aber auch in anderen westlichen Ländern oftmals "geleugnet, belächelt, an den Rand gedrängt und lächerlich gemacht". Franziskus forderte einen "Wandel im pastoralen Denken". Es sei an der Zeit, "unsere Denkweisen und Grundeinstellungen neu auszurichten".

Der "Epochenwandel" bringe auch Veränderung der kirchlichen Strukturen mit sich, sagte der Papst, der seit seinem Amtsantritt 2013 eine Kurienreform vorantreibt. Eine weitere Veränderung nahm Franziskus am Samstag vor. Nach dem Rücktritt von Kardinaldekan Angelo Sodano verfügte der Pontifex, dass die Amtszeit des Vorsitzenden des Kardinalskollegiums künftig auf fünf Jahre begrenzt wird. Das Mandat kann einmalig verlängert werden.

Dem Kardinaldekan kommt unter anderem die Aufgabe zu, das Konklave zur Wahl eines neuen Papstes einzuberufen. Falls er jünger als 80 Jahre ist, leitet er auch die Papstwahl.

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