Dies sagte der Chef der rechten Lega-Partei am Samstag beim sogenannten Weltkongress der Familien in Verona. Dies sei die Pflicht der Regierung, so Salvini, ohne konkrete Vorschläge zu machen.

In der norditalienischen Stadt tagen seit Freitag konservative Christen und rechte Politiker, die gegen Abtreibung und Homo-Ehe eintreten. Hinter dem Treffen steht ein christliches Netzwerk evangelikaler Prägung aus den USA.

"Als stellvertretender Ministerpräsident dieses Landes will ich am Ende meiner fünfjährigen Amtszeit danach beurteilt werden, ob die Italiener wieder mehr Sicherheit und Jobs haben und beginnen, wieder Babys bekommen, denn ein Land ohne Babys ist ein Land im Sterben", sagte Salvini.

Traditionelle Werte?

Auf dem Kongress sprach am Samstag auch die deutsche Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Sie sagte über die Einwanderung von Afrikanern nach Europa: "Die starke Migration aus Afrika nach Europa hat eine sehr gute Seite, denn afrikanische Menschen glauben noch an die Familie, und afrikanische Menschen vertrauen noch in den Glauben", sagte die 59-Jährige.

"Ich glaube stark an Afrika, ich selbst bin sehr glücklich, weil ich ein Haus in Kenia habe, und ich sage meinen kenianischen Freunden immer, ich komme und bleibe so lange, wie ich kann, denn in Afrika ist die Welt noch in Ordnung", fügte sie hinzu. Salvini zieht einen strengen Anti-Migrations-Kurs durch.

Am Nachmittag gingen rund 20'000 Gegendemonstranten aus dem linken und feministischen Lager in Verona auf die Strasse.