Dies teilte die Universität Göteborg am Dienstag mit. Eine der Patientinnen wurde demnach ohne Gebärmutter geboren. Bei der zweiten Frau habe der Uterus wegen Gebärmutterhalskrebs entfernt werden müssen. Die Mütter, die die Organe gespendet hatten, seien bereits wieder auf den Beinen.

Das Risiko, dass die Körper der beiden über 30 Jahre alten Frauen die neue Gebärmutter abstossen, liegt nach Einschätzung der Ärzte bei den bei Transplantationen üblichen 20 Prozent.

Um das Risiko zu minimieren, seien die Uteri der jeweiligen Mütter verwendet worden. Die nahe Verwandtschaft bringe einen "theoretischen Vorteil" und ausserdem sei die Funktionstüchtigkeit dieser Gebärmütter schon bewiesen worden.

In einem Jahr sollen die Frauen durch eine sogenannte In-vitro-Fertilisation (IVF) künstlich befruchtet werden. Dabei sollen Eizellen der jungen Frauen, die vor der Transplantation entnommen wurden, mit dem Sperma ihrer jeweiligen Partner befruchtet und schliesslich in der neuen Gebärmutter platziert werden.

Uterus auf Zeit

Erst im Jahr 2014, wenn die Kinder geboren werden sollten, wird sich demnach der wirkliche Erfolg der Operationen zeigen. Nach maximal zwei Kindern soll den beiden Frauen der Uterus wieder entfernt werden, damit sie nicht länger die Medikamente nehmen müssen, die ein Abstossen der neuen Organe verhindern sollen.

Die Leiter des seit 1999 laufenden Projekts betonten, dass es nicht darum gehe, älteren Frauen zu Kindern zu verhelfen. Vergangenes Jahr war in der Türkei erstmals eine Gebärmutter erfolgreich transplantiert worden.