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Soldaten als «Verlierer»? - Trump fordert Entlassung von Journalistin

US-Präsident Donald Trump während einer Pressekonferenz im Weißen Haus in Washington. Foto: Evan Vucci/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump während einer Pressekonferenz im Weißen Haus in Washington. Foto: Evan Vucci/AP/dpa

Im Streit um einen Bericht des «Atlantic», wonach Donald Trump gefallene US-Soldaten als «Verlierer» und «Trottel» bezeichnet haben soll, hat der US-Präsident nun die Entlassung einer Fox-News-Journalistin gefordert.

Trump zog am Samstag bei Twitter Jennifer Griffins Berichterstattung in der Sache in Zweifel und kritisierte, dass sie das Weisse Haus in Bezug auf die angeblichen Aussagen nie um Bestätigung gebeten habe.

In dem umstrittenen Bericht der Zeitschrift "The Atlantic" vom vergangenen Donnerstag hiess es unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, Trump habe anlässlich eines geplanten Besuchs eines amerikanischen Soldatenfriedhofs in Frankreich 2018 gesagt: "Warum sollte ich auf diesen Friedhof gehen? Er ist voller Verlierer." Später habe er die mehr als 1800 US-Marinesoldaten, die ihr Leben in der Schlacht im Wald von Bellau im Ersten Weltkrieg verloren hatten, als "Trottel" bezeichnet. Trump hatte den "Atlantic"-Bericht am Freitag im Weissen Haus als "Fake-Story" zur Beeinflussung der Präsidentenwahl im November bezeichnet.

Die Fox-Journalistin Griffin hatte indes ebenfalls am Freitag in Bezug auf den "Atlantic"-Artikel bei Twitter geschrieben, zwei ehemalige Trump-Mitarbeiter hätten ihr bestätigt, dass der Präsident Veteranen verunglimpft habe. Griffin zitierte unter anderem einen Regierungsmitarbeiter, der ihr gesagt habe, Trump habe Veteranen in der Vergangenheit als "Trottel" bezeichnet. Das Wort sei allerdings in Verbindung mit dem Vietnamkrieg gefallen. Trump habe dazu gesagt: "Es war ein dummer Krieg. Alle, die teilgenommen haben, waren Trottel."

Trump monierte bei Twitter, dass Griffin damit den "anzüglichsten Teil" des "Atlantic"-Beitrags nicht habe beweisen können und verwies auf einen entsprechenden Bericht der Internetplattform "Breitbart".

First Lady Melania Trump verteidigte ihren Mann ebenfalls in dem sozialen Netzwerk. Die Geschichte des "Atlantic" sei nicht wahr, schrieb sie am Samstag. Es sei eine gefährliche Zeit, wenn anonymen Quellen geglaubt werde, ohne dass man deren Motivation kenne. "Das ist kein Journalismus - das ist Aktivismus", schrieb Melania Trump weiter. So werde dem Land nur Schaden zugefügt.

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