Am Montag hatte sich bereits US-Aussenminister Mike Pompeo in Washington mit al-Sisi getroffen. Aus dem Aussenministerium hiess es am Dienstag, Pompeo habe dem ägyptischen Präsidenten für dessen Engagement für Stabilität und Sicherheit in der Region gedankt.

Die beiden hätten auch über die Fälle von in Ägypten inhaftierten US-Amerikanern gesprochen. Menschenrechtsfragen wurden auch in der Stellungnahme des Aussenministeriums nicht genannt.

Ägypten gilt für den Westen als Schlüsselland für die Stabilität in der Region. Unter Präsident al-Sisi ist aber die Menschenrechtslage Beobachtern zufolge so schlecht wie niemals zuvor.

Zehntausende politische Gefangene sitzen demnach in Ägypten in Haft und werden gefoltert. Die Medien sind mundtot gemacht worden. Und die ägyptische Regierung geht mit grosser Härte gegen Kritiker vor und rechtfertigt ihre Politik mit angeblicher Terrorgefahr.