Erst am Donnerstag erfuhr die breitere Öffentlichkeit davon. Die abgedeckte Zeitspanne reicht von Anfang 2004 bis Ende Oktober 2008. Damit schliesst sie die blutigste Phase des US-Einsatzes ein, als das Land kurz vor einem Bürgerkrieg stand. Die irakische Regierung hatte die Zahl der Opfer höher geschätzt.

Die Zahl der irakischen Opfer ist ein heiss debattiertes Thema, weil sie dazu beiträgt, das Ausmass des menschlichen Leids zu dokumentieren, das infolge der US-geführten Invasion seit 2003 über das Land hereinbrach. Kritiker werfen sich dabei gegenseitig vor, die Statistiken der jeweils anderen Seite seien manipuliert.

Nach den nun vorgelegten Zahlen wurden in dem genannten Zeitraum 76'939 Menschen getötet und 121'649 verletzt. Eine Zählung im Auftrag der irakischen Regierung kam hingegen zum Ergebnis, dass 85'694 Iraker getötet und 147'195 verletzt worden seien.

Die ausländischen Truppen, Aufständische und Söldner sind in den Statistiken nicht enthalten. Zwischen Januar 2004 und August 2008 wurden nach den offiziellen Angaben der US-Streitkräfte 3'952 Soldaten der internationalen Koalition getötet.