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US-Abgeordnete Ocasio-Cortez prangert sexistische Beleidigung an

SCREENSHOT - Alexandria Ocasio-Cortez (l), Politikerin der Demokratischen Partei in den USA. Foto: Uncredited/House Television/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits

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Die US-Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez hat sich gegen eine mutmassliche sexistische Beschimpfung eines Kollegen lautstark zur Wehr gesetzt.

In einer Rede vor dem Repräsentantenhaus warf die prominente Demokratin dem Republikaner Ted Yoho am Donnerstag (Ortszeit) vor, sie bei einer Begegnung auf den Stufen des Kapitols ein "verdammtes Miststück" genannt zu haben. Ocasio-Cortez, ein aufsteigender Polit-Star der US-Demokraten, sieht darin ein "Muster" schlechten Verhaltens von Männern gegenüber Frauen. Yoho bestreitet laut US-Medien, die Beleidigung ausgesprochen zu haben.

Bei der Konfrontation am Montag sei der Abgeordnete aus Florida auf Ocasio-Cortez zugegangen und habe ihre Haltung zu Kriminalität und Arbeitslosigkeit in ihrer Heimatstadt New York kommentiert, sagte Ocasio-Cortez. Er habe sie zunächst "ekelhaft", "verrückt" und "gefährlich" genannt. Daraufhin habe sie ihn "unhöflich" genannt und sei weitergegangen.

Erst als die Abgeordnete bereits fort war, sei die vulgäre Beleidigung gefallen - vor Journalisten, sagte Ocasio-Cortez. Die Nachrichtenseite "The Hill" hatte zuvor über den Vorfall berichtet. Yoho entschuldigte sich laut US-Medien später für die "kurz angebundene Art und Weise des Gesprächs", bestritt jedoch, sie sexistisch beleidigt zu haben.

Was ihr widerfahren sei, sei kein Einzelfall, sagte Ocasio-Cortez in ihrer emotionalen Rede vor dem Repräsentantenhaus, in der sie auch über ihre Zeit als Kellnerin in New York sprach. Es gebe eine "Machtstruktur", die eine "Akzeptanz von Gewalt und gewalttätiger Sprache gegenüber Frauen" zulasse, sagte sie. Sie warf Yoho vor, sich damit rausreden zu wollen, selbst Ehemann und Vater von zwei Töchtern zu sein.

Ocasio-Cortez, die 2018 als bislang jüngste Frau in den Kongress gewählt worden war, gilt als eine Leitfigur des linken Flügels der Demokraten und ist auch eine ausgesprochene Kritikerin des Präsidenten.

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