USA

Während Rede gegen Drogenmissbrauch: Melania Trump in Baltimore ausgebuht

Die First Lady wird in Baltimore (USA) ausgebuht

Am Dienstag sprach Melania Trump in Baltimore auf einer an Jugendliche gerichtete Veranstaltung gegen Drogenmissbrauch. Die anwesenden Schüler zeigten ihr Missfallen und buhten die First Lady aus.

Entgegen den eigentlich allgemein geltenden Regeln zum Umgang mit der First Lady in den USA ist Melania Trump bei einer Rede in Baltimore heftig ausgebuht worden.

Die Präsidentengattin sprach am Dienstag auf einer an Jugendliche gerichteten Veranstaltung gegen Drogenmissbrauch in der Stadt im US-Bundesstaat Maryland. Die hauptsächlich aus Schülern bestehende Menge zeigte deutlich ihr Missfallen, als Melania Trump auf die Bühne trat und in einer kurzen Rede für ein «gesundes und drogenfreies Leben» warb.

Normalerweise werden First Ladys in den USA von den teilweise heftig geführten politischen Auseinandersetzungen ausgenommen. Dies galt bisher auch für Melania Trump - obwohl ihr Ehemann oft einen verbal äusserst rabiaten Umgang mit seinen politischen Gegnern pflegt.

«Widerliches Drecksloch»

Dass diesmal auch Melania Trump ausgepfiffen wurde, dürfte seinen Grund in Äusserungen ihres Mannes haben: Der US-Präsident hatte Baltimore im Juli heftig beschimpft.

Dabei bezeichnete er die mehrheitlich von Schwarzen bewohnte Stadt unter anderem als «widerliches, von Ratten und Nagern befallenes Drecksloch», woraufhin ihm nicht nur politische Gegner Rassismus vorwarfen.

Die diplomatische Reaktion

Es ist sehr unüblich, dass eine First Lady ausgebuht wird – besonders, wenn sie alleine reist. Wenige Stunden nach dem Vorfall äusserte sich Melania dazu beim Nachrichtensender «CNN»: «Wir leben in einer Demokratie und jeder hat das Recht auf seine Meinung, aber Tatsache ist, dass wir eine schwere Krise in unserem Land haben, und ich setze mich weiterhin dafür ein, Kinder über die Gefahren und tödlichen Folgen des Drogenmissbrauchs aufzuklären.» (SDA/watson/mim)

Meistgesehen

Artboard 1