Preisverleihung

Wer erhält den Friedensnobelpreis?

Heute Freitag wird in Oslo der Friedensnobelpreis vergeben. Das Feld ist offen wie lange nicht, sagen Experten.

Der Friedensnobelpreis gilt als die berühmteste Auszeichnung der Welt, an das Renommee des seit 1901 verliehenen Preises aus Norwegen kommt keine andere Auszeichnung heran. Albert Schweitzer, Martin Luther King, Mutter Teresa, Nelson Mandela und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz erhielten bereits die Mega-Auszeichnung. Wer darf sich in diesem Jahr mit dem Preis der Preise schmücken? Welche Rolle spielt die Coronapandemie bei der Auswahl?

Am diesem Freitag um 11 Uhr ist es soweit, das Nobelkomitee gibt in Oslo den Namen des Preisträgers 2020 bekannt. Eine exakte Voraussage über den Sieger ist kaum möglich. «In diesem Jahr bin ich unsicher wie schon lange nicht mehr, wer gewinnen wird», erklärt Dan Smith, Direktor des Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri, dem Sender CNN.

Das Nobelkomitee erhielt 318 Nominierungen, unter diesen Kandidaten befinden sich 211 Personen wie die Klimaaktivistin Greta Thunberg und 107 Organisationen, genannt wird etwa die Weltgesundheitsorganisation. Die WHO führte noch Anfang Oktober die Liste der Favoriten an, die auf der Seite Wettseite gambling.com vorgestellt wurde.

Das Nobelkomitee könnte die Rolle der WHO im Kampf gegen die Coronapandemie würdigen. Den zweiten Platz belegt bei den Buchmachern Greta, dann folgen die Premierministerin Neuseelands, Jacinda Ardern, das Flüchtlingshilfswerk UNHCR und US-Präsident Donald Trump, die Europäische Union und die Antirassismus-Bewegung Black Lives Matter.

Als seriöse Arbeit gilt die «Nobel Peace Prize Shortlist» des Direktors des Friedensforschungsinstituts Prio in Oslo, Henrik Urdal. Seiner Ansicht würde der Journalistenverband «Committee to Protect Journalists» den Preis besonders verdienen. Urdal traut auch dem russischen Anti-Korruptionskämpfer Alexei Nawalny zu, den Preis zu empfangen.

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