Österreich

Wien lässt Schüler und Lehrer bei Corona-Verdacht gurgeln

Eine Studentin besucht eine Covid-19 Teststraße für 15 Minuten-Schnelltests. Sie lässt sich zu Beginn einer Lehrveranstaltung der WU-Wien, im Austria Center Vienna, testen. 3600 der aktuell rund 6600 aktiven Fälle in Österreich werden aus Wien gemeldet. Foto: Roland Schlager/APA/dpa

Eine Studentin besucht eine Covid-19 Teststraße für 15 Minuten-Schnelltests. Sie lässt sich zu Beginn einer Lehrveranstaltung der WU-Wien, im Austria Center Vienna, testen. 3600 der aktuell rund 6600 aktiven Fälle in Österreich werden aus Wien gemeldet. Foto: Roland Schlager/APA/dpa

Die Stadt Wien will Kinder und Lehrer bei Verdacht auf eine Corona-Infektion künftig direkt an den Schulen testen lassen.

Kommende Woche sollen 600 000 Testkits mit einer Gurgellösung ausgeliefert werden, wie Gesundheitsstadtrat Peter Hacker am Dienstag ankündigte. Zusätzlich sollen probeweise mobile Teams bereit stehen. Bei Verdacht auf eine Infektion sollen Kinder oder Lehrer noch in der Schule gurgeln. Die Proben sollen anschliessend sofort ins Labor.

"Eine Vielzahl der Verdachtsfälle an den Schulen stellt sich als falscher Alarm heraus", sagte Österreichs Bildungsminister Heinz Fassmann. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Bildungsministeriums mit der Stadt. Ob es auf andere Regionen ausgeweitet wird, liegt in der Zuständigkeit die jeweiligen Bundesländer.

Zur schnellen Auswertung der Tests sollen die Kapazitäten der Wiener Forschungslabore genutzt werden, die das Gurgelverfahren mitentwickelt haben. Dabei muss eine Minute lang mit einer speziellen Salzlösung gegurgelt werden, damit wie bei einem Abstrich Partikel aus dem Rachen hängen bleiben. Die Probe wird anschliessend auf Virenerbgut analysiert.

Die Infektionszahlen in Österreich sind zuletzt deutlich angestiegen. In Österreich gelten derzeit rund 8200 Menschen als mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert - mehr als die Hälfte davon in Wien.

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