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Wo steckt Snowden?

Ein Banner manifesiert Unterstützung für Snowden

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Die Welt rätselt nach wie vor über den Aufenthaltsort von Edward Snowden. Wie Nachrichtenagenturen berichten, ist er vor zwei Tagen von Honkong nach Moskau geflogen. Seither haben sich jegliche Angaben über seinen Verbleib als falsch erwiesen.

Auch die Vermutung, er fliege gestern Mittag von Moskau nach Ecuador, wo er einen Asylantrag gestellt hat, hat sich nicht bestätigt. Snowden war nicht an Board der Maschine. Das Rätselraten um den US-Staatsfeind Nummer Eins geht weiter.

In der Zwischenzeit wurde bekannt, dass Snowden seine Enthüllung über die Machenschaften des amerikanischen Geheimdienstes NSA von langer Hand geplant hatte. Er habe sich von vornherein in den US-Geheimdienst eingeschleust, um dessen Schnüffeleien im Internet aufzudeckenNur aus diesem Grund habe er bei der Beratungsfirma Booz Allen Hamilton die Stelle als IT-Techniker angenommen, zitierte ihn die Hongkonger Zeitung «South China Morning Post» vom Dienstag aus einem früheren Interview. Seine Arbeit habe ihm Zugang zu Listen mit gehackten Computern in der ganzen Welt verschafft. «Deswegen habe ich die Position vor rund drei Monaten angenommen.»

Offenbar hätte Snwoden grosse Angst gehabt, ohne Computer in einem Hongkonger Gefängnis zu verschwinden. Er habe noch eine Abschiedsparty in seiner Wohnung gegeben. Auch da habe er Angst gehabt, überwacht und entdeckt zu werden.

Spurlos im Universum

Zwei Tage nach seiner Flucht von Hongkong nach Moskau fehlt von dem Ex-US-Geheimdienstler jede Spur. Der 30-Jährige, der umfangreiche Abhöraktionen amerikanischer und britischer Geheimdienste öffentlich gemacht hatte, habe sich nicht an Bord eines Flugzeugs von Moskau nach Kuba befunden, berichtete ein Reporter des US-Senders CNN, der ebenfalls in der Maschine gesessen hatte. Es war vermutet worden, dass Snowden über Havanna nach Ecuador reisen wollte, wo er Asyl beantragt hat. Die USA suchen ihn wegen Geheimnisverrats.

Zwischenzeitlich fielen harsche Worte zwischen China und den USA, nachdem die USA China beschuldigt hatte, Snowden trotz ihres Ausreiseverbots ziehen gelassen zu haben.

Bei seinem Aufenthalt in Hongkong war Snowden von dem Anwalt und oppositionellen demokratischen Abgeordneten Albert Ho beraten worden. Über Mittelsmänner sei ein Kontakt zur Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion unterhalten worden, berichtetet auch die „New York Times". Snowden sei am Freitag signalisiert worden, dass er bei einer Ausreise nicht aufgehalten würde, doch sei Snowden misstrauisch gewesen und habe um zusätzliche Versicherungen gebeten. Mit dem wachsenden Druck habe sich Snowden am Sonntagmorgen entschieden, nach Moskau zu fliegen.

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