Coronavirus

Zahl der Infektionen weiter gestiegen: 3400 neue Virus-Nachweise

Das Coronavirus behindert auch Reisende und führt zu Verzögerungen. (Symbolbild)

Das Coronavirus behindert auch Reisende und führt zu Verzögerungen. (Symbolbild)

In China ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten bis Samstag erneut kräftig angestiegen. Die Zahl der Nachweise kletterte innerhalb eines Tages um 3399 auf 34'546, wie die Gesundheitskommission in Peking mitteilte.

Die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen nahm damit im Vergleich zum Vortag wieder zu, nachdem sie in den vergangenen zwei Tagen leicht zurückgegangen war. Die Zahl der Toten stieg um 86 auf 722. Ausserhalb von Festland-China gibt es in mehr als zwei Dutzend Ländern über 270 weitere Fälle.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht derweil nach eigenen Angaben gegen Falschinformationen zum neuen Coronavirus vor. Falsche Informationen über das Virus sorgten für Verwirrung und Angst in der Bevölkerung, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Der WHO-Chef erklärte, dass man dafür auch mit zahlreichen sozialen Netzwerken in Kontakt sei. Über Instagram und Youtube habe die WHO zudem den Kontakt zu Influencern gesucht und darum gebeten, sachliche Nachrichten über das Virus zu verbreiten.

Bisher 37 bestätigte Fälle in Europa

Mit dem Bekanntwerden von fünf neuen Infektionen in Frankreich stieg die Zahl der Coronavirus-Fälle in Europa auf mindestens 37. Ein Kind und vier Erwachsene mit britischer Staatsbürgerschaft seien in Frankreich positiv auf das Virus getestet worden, teilte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn mit. Die Patienten würden in Spitälern behandelt und zeigten keine Anzeichen einer schweren Erkrankungen.

In Deutschland wurden bislang 14 nachgewiesene Infektionen bekannt. Zudem gibt es nach WHO-Angaben (Stand von Freitagabend) Fälle in Italien, Grossbritannien, Russland, Belgien, Finnland, Spanien und Schweden. In der Schweiz gab es bis am Freitag rund 200 Verdachtsfälle. Keiner davon wurde positiv getestet.

In China wurden die ersten ausländischen Todesopfer bestätigt. Wie die US-Botschaft in Peking am Samstag mitteilte, kam ein mit dem Virus infizierter 60-jähriger US-Bürger in der besonders schwer betroffenen Stadt Wuhan am 6. Februar ums Leben. Auch ein Japaner starb in Wuhan, wie Japans Aussenministerium mitteilte. Der Patient habe an einer schweren Lungenentzündung gelitten.

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen an Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama stieg derweil um drei auf 64. Das teilte das japanische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Eine Person befinde sich in einem kritischen Zustand.

Die Quarantäne der "Diamond Princess" mit rund 3700 Passagieren und Crew-Mitgliedern gilt laut japanischen Behörden vorläufig bis 19. Februar. Auch zwei Schweizer Staatsangehörige befinden sich auf dem Schiff, sie sind wohlauf.

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