Gesundheit

Zahl der stationären Rehabilitations-Aufenthalte steigt weiter an

Gehhilfen im Trainingszentrum im Neubau der Universitären Altersmedizin Felix Platter in Basel. Wegen der natürlichen Alterung der Bevölkerung wächst die Zahl der stationären Rehabilitationen - und die Kosten. 2017 betrugen sie 1,84 Milliarden Franken (Archivbild)

Gehhilfen im Trainingszentrum im Neubau der Universitären Altersmedizin Felix Platter in Basel. Wegen der natürlichen Alterung der Bevölkerung wächst die Zahl der stationären Rehabilitationen - und die Kosten. 2017 betrugen sie 1,84 Milliarden Franken (Archivbild)

2017 lagen 89'000 Patienten zwecks Rehabilitation in Spitälern und Kliniken. Das sind fast ein Drittel mehr als 2012. Akutstationäre Aufenthalte stiegen im selben Zeitraum nur um 7 Prozent. Hauptursache ist der wachsende Anteil der Senioren an der Bevölkerung.

Mehr als die Hälfte der stationären Rehabilitationsaufenthalte betraf die 65- bis 84-Jährigen. Hospitalisierungsgründe waren etwa Arthrose, sonstige Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens, Oberschenkelfraktur oder Hirninfarkt, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte.

Drei Viertel wurden direkt nach einem akutstationären Spitalaufenthalt in die Rehabilitation überwiesen. In sechs von zehn Fällen war die Hospitalisierung in der Akutsomatik mit einem chirurgischen Eingriff verbunden.

1,84 Milliarden Franken schlug die Rehabilitation zu Buche, was fast einem Zehntel der Gesamtkosten für stationäre Behandlungen entspricht. 2017 kostete ein Rehabilitationsfall in einer Spezialklinik durchschnittlich 781 Franken, in einem allgemeinen Spital 867 Franken pro Tag.

Die durchschnittliche Dauer eines stationären Aufenthalts in der Rehabilitation lag bei 23 Tagen. 0- bis 24-Jährige waren länger hospitalisiert (36 Tage) als Personen ab 85 Jahren (22 Tage). 82,1 Prozent der Patientinnen und Patienten wurden nach ihrem rehabilitativen Spitalaufenthalt nach Hause entlassen. 15,5 Prozent traten nach der Rehabilitation in ein Alters- und Pflegeheim ein.

In der Deutschschweiz erfolgte die Rehabilitation zu 90 Prozent in Spezialkliniken und zu 10 Prozent in allgemeinen Spitälern. In der Romandie und im Tessin war es umgekehrt. Dort wurde die Rehabilitationspflege zu zwei Dritteln in allgemeinen Spitälern und zu einem Drittel in Spezialkliniken erbracht.

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