Mercedes
Ein Kombi um des Designs willen

Mercedes geht neue Wege. Was sich bereits mit der neuen A- und B-Klasse gezeigt hatte, führt Daimler mit der Kombivariante des mächtigen CLS fort. Merecdes baut wieder sehr fahraktive Autos.

Markus Chalilow
Merken
Drucken
Teilen
Mercedes CLS Shooting Break

Mercedes CLS Shooting Break

Zur Verfügung gestellt

Im Gegensatz zu so vielen bisherigen Modellen aus Stuttgart ist der Shooting Brake nicht nur extravagant und sportlich gestylt, er bietet auch eine richtig grosse Portion an Fahrspass. Dabei ist der CLS als Shooting Brake alles andere als ein kleines Auto. Mit einer Länge von 495 cm und einer Breite von satten 188 cm ist der Wagen eigentlich eine wuchtige Erscheinung. Weil der Shooting Brake aber nur 141 cm hoch ist, wirkt er dennoch dynamisch. Und auch beim Gewicht sieht es für den Benz gut aus. Daimler-Karossen früherer Jahre hätten mit diesen Dimensionen locker zwei Tonnen auf die Waage gebracht, der Kombi-CLS wiegt dagegen «nur» 1800 kg (CLS 250). Trotzdem: in engen Innenstädten dürfte man mit dem Wagen nicht glücklich werden, die Seitenscheiben erinnern eher an Schiessscharten einer alten Burg, die Übersichtlichkeit ist wirklich mässig. Das ist aber fast der einige Makel, der dem CLS Shooting Brake anhaftet. Der Rest passt einfach, angefangen bei der Ergonomie über die Platzverhältnisse bis hin zum Bedienkonzept. Und, vielleicht noch wichtiger: der CLS fährt richtig gut, rollt sehr elegant ab (auch dank Luftfederung an der Hinterachse) und gibt sich – wenn der Fahrer denn mag – auch sehr sportlich. Vorbei die Zeiten der teigigen, indifferenten Bremspedale, der eher schwammigen Lenkungen und des müden Ansprechverhaltens der Automatikgetriebe. Der Shooting Brake ist, gemessen an seinen Ausmassen, sogar ein richtig agiles Fahrzeug. Es macht Spass, den Schwaben auch mal am Limit zu bewegen und dann, nach erfolgtem Adrenalinschub, wieder ganz gemütlich und bequem über Land zu Cruisen.

Mercedes bietet vier Triebwerke an, jeweils zwei Diesel und zwei Benziner, die ein Leistungsspektrum von 204 bis 408 PS abdecken. Und, auch der Kombi lässt sich als CLS 350 CDI sowie als CLS 500 mit Allradantrieb bestellen. Allerdings ist der Kombi-Spass nicht ganz billig. Los geht’s bei 77'900 Franken, das Topmodell der ab Mitte November verfügbaren Baureihe, der CLS 500 4x4 kostet mindestens 111'100 Franken. Dank der serienmässigen Spritsparmassnahmen wie automatisches Stop-Start soll der Verbrauch dennoch auf tiefen Niveau liegen. Für die Basismotorisierung, den CLS 250 CDI verspricht Daimler einen Verbrauch nach EU-Norm von 5,3 Liter pro 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoss von 139 g/km enstpricht. Damit landet der Sportkombi in der Energieeffizienzklasse A. Und selbst der kraftvolle CLS 500 soll trotz seiner 408 PS mit 9,3 L/100 km klar unter der Zehnliter-Grenze bleiben.

Mercedes-Benz CLS Shooting Break Für einen Mercedes ist der CLS ausgesprochen fahraktiv.

Mercedes-Benz CLS Shooting Break Für einen Mercedes ist der CLS ausgesprochen fahraktiv.

Zur Verfügung gestellt