Auto

Kleiner Alltagsheld

Smart EQ Fortwo

Smart EQ Fortwo

Der Smart ist nur noch mit E-Antrieb zu haben. Macht ihn das zum noch besseren Alltagsbegleiter?

Wer beim Autokauf nach dem richtigen Auto für jede Lebenssituation sucht, war bei Smart noch nie an der richtigen Adresse. Für den grossen Familienurlaub taugt er genauso wenig, wie für den Einkauf beim Möbelgeschäft - und das ganz bewusst. Denn der kleine Smart Fortwo ist komplett auf den Alltag in der Stadt ausgelegt. Seit er mit der jüngsten Modellpflege nur noch mit E-Antrieb zu haben ist erst recht. Denn Langstrecken sind mit dem kleinen Akku und 144 Kilometern Reichweite laut WLTP-Messung ohnehin kaum möglich.

Dafür glänzt der Winzling da, wo sich für viele der grösste Teile des Autolebens abspielt: Auf den kurzen Strecken zwischen zu Hause, Büro und Supermarkt.
Für die vielen täglichen Kurzstreckenfahrten reicht der Akku mit 16,7 kWh Speicherkapazität locker aus. Zwar schwindet die Reichweite auf der Autobahn schnell, doch im urbanen Verkehr sind auch deutlich mehr als 100 Kilometer zwischen den Ladestopps möglich – sofern das überhaupt nötig ist. Studien zeigen, dass der durchschnittliche Europäer pro Tag kaum mehr als 30 Kilometer zurücklegt.
Zudem hat der kleine Akku einen Vorteil an der Ladestation: Eine noch seltene Schnellladestation mit 50 kW oder mehr Leistung braucht es hier nicht, um den Akku schnell zu befüllen. Schon an einer Wallbox mit 22 kW Leistung ist der Akku nach rund 45 Minuten komplett geladen. Wer über Nacht zu Hause laden kann, kommt auch mit einer normalen Haushaltsteckdose aus.

Smart EQ Fortwo.

Smart EQ Fortwo.

Wie man es von Smart gewohnt ist, bietet der Wagen auch in der E-Version überraschend luftiges Raumgefühl für zwei Personen. Der Kofferraum mit zweiteiliger Heckklappe bietet genügend Platz für drei bis vier Einkaufstaschen – genug für die meisten täglichen Besorgungen. Hinzu kommen praktische Details wie die zahlreichen Ablagefächer oder ein Halteband auf dem Beifahrersitz, mit dem sich Handtaschen oder anderes Kleingepäck praktisch befestigen lassen.

Angetrieben wird der Stromer von einer 60 kW (81 PS) starken E-Maschine an der Hinterachse. Dank 160 Nm Drehmoment wirkt der Antrieb gerade bei Stadt-Geschwindigkeiten spritzig und kräftig – und bereitet im kleinen Auto sogar Fahrfreude. Für Freude sorgt auch der geringe Wendekreis: Da der Motor die Hinterräder antreibt, können die Vorderräder sehr stark einschlagen. Mit einem Wendekreisdurchmesser von 6,95 Metern kann der Zweiplätzer problemlos auf einer Zweispurigen Strasse in einem Zug wenden – und lässt sich auch in engen Parkgaragen problemlos manövrieren. Das erspart viel Stress und bringt zusätzlichen Fahrspass.

Der Smart EQ Fortwo.

Der Smart EQ Fortwo.

Fazit: Der Smart EQ Fortwo ist definitiv kein Auto für alle Fälle. Für die meisten kleinen Besorgungen und Aufgaben im Alltag ist er aber beinahe unschlagbar praktisch. Allerdings ist der elektrische Smart mit mindestens 25 212 Franken nicht gerade günstig – zumal er in vielen Fällen eher als Zweitwagen in Frage kommt. Dafür glänzt der Stromer mit sehr günstigen Unterhaltskosten. Der E-Antrieb ist praktisch wartungsfrei und Strom für 100 Kilometer kostet lediglich um die drei Franken. Zudem profitiert man vielerorts von vergünstigter Strassenverkehrsabgabe.

Und: Der kleine Stadtwagen kann auf Wunsch auch Geld verdienen. Per Smartphone-App kann man seinen Smart verleihen; der Entleiher kann das Auto per App öffnen und mit einem im Auto hinterlegten Schlüssel starten. Als Verleiher kann man in der App einen Preis pro Minute oder Kilometer festlegen. So kann das Auto von Freunden oder Bekannten genutzt werden – und dem Besitzer Geld einbringen, anstatt nur nutzlos in der Garage zu stehen.

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