Weihnachten

Aus gross wird klein: Die Adväntsgass im Glaibasel passt sich an

Eine derart grosse Menschenmenge wie an dieser Eröffnung der Adventsgasse wird es dieses Jahr dank der Coronamassnahmen nicht geben. Höchstens 100 Besucher sind erlaubt.

Eine derart grosse Menschenmenge wie an dieser Eröffnung der Adventsgasse wird es dieses Jahr dank der Coronamassnahmen nicht geben. Höchstens 100 Besucher sind erlaubt.

Trotz Corona und den dazugehörigen Massnahmen soll das Kleinbasel dieses Jahr einen alternativen Weihnachtsmarkt bekommen, wenn auch anders als gewohnt.

Sobald draussen die Temperaturen sinken, steigt die Weihnachtseuphorie. Lebkuchen füllen die Supermarktregale und schon bald werden die Hände an Glühweinen gewärmt. Zeit, die Weihnachtsmärkte zu planen. Ein Vorhaben, das dieses Jahr komplizierter wird als sonst. Denn auch hier ist die Ausgangslage aufgrund des Coronavirus erschwert. Die Märkte können nicht wie gewohnt öffnen – ein Problem vor dem auch die «Adväntsgass im Glaibasel» in der Basler Rheingasse steht.

Seit fünf Jahren ist die Adventsgasse Teil der Weihnachtsvorzeit. Die Coronamassnahmen machen es unmöglich, den Anlass genauso durchzuführen wie in den vorigen Jahren. Doch die Betreiberinnen Christine Waelti und Eva Matt, wollen laut ihrem Nutzungsgesuch für die Allmend, die Anwohner, Besucher und Gewerbetreibenden auch in diesem Jahr in Weihnachtsstimmung versetzen.

Wöchentlich wechselnde Belegung der Standbetreiber 

Aus diesem Grund, und weil die Nachfrage gross war, haben die Organisatorinnen entschieden, die Adventsgasse nicht ganz abzusagen, sondern sie umzustrukturieren. Aus «Adväntsgass im Glaibasel» wird dieses Jahr «Di glai Adväntsgass im Glaibasel», die jeden Tag vom 24. November bis zum 23. Dezember stattfinden wird. Viel soll sich nicht ändern, es sei lediglich eine verkleinerte Version der gewohnten Adventsgasse. Aber: «Mindestens genauso charmant», steht im Nutzungsgesuch. Um das erreichen zu können, liegt ein detaillierter Projektbeschrieb vor.

Beim Antonierhofbrunnen und im Innenhof des Amts für Wirtschaft und Arbeit sollen zwei voneinander getrennte Sektoren entstehen, die jeweils Platz für 100 Personen bieten. Hiermit soll eine zu grosse Menschenmenge verhindert werden.

Im ersten Sektor soll es eine wöchentlich wechselnde Belegung mit jeweils zwei oder drei der bisherigen Standbetreiber geben. Im zweiten Sektor sind die Fondue-Gondeln geplant, die bereits letztes Jahr an dem selben Ort waren. Auch was die Uhrzeiten anbelangt, hat es Änderungen gegeben: Dieses Jahr wird die Adväntsgass täglich von 17 Uhr bis 22 Uhr geöffnet sein – auch am Wochenende.

Trotz der vielen Veränderungen werden einige Dinge auch dieses Jahr weitergeführt. So werde die Weihnachtsbeleuchtung weiterhin entlang der gesamten Strasse angebracht. Und auch die Weihnachtsbäume sollen weiterhin gestellt werden.

Zugang wird per App geregelt

Ein wichtiger Punkt ist hier, wie die Sicherheit der Besucher gewährleistet wird. Geplant ist es, den Zugang über eine App zu regeln, darüber hinaus sollen Security-Mitarbeiter kontrollieren, dass sich maximal 100 Besucher in den jeweiligen Sektoren befinden. Ebenso soll das Contact-Tracing gelten: Alle Daten werden notiert und über eine Ausweiskontrolle verifiziert.

Doch ganz klar sei das Ganze noch nicht. Noch liege die Angelegenheit beim Gesundheitsdepartement vor. In den nächsten Wochen soll dann die Freigabe erfolgen. Sollte «Di glai Adväntsgass im Glaibasel» stattfinden, werde das Projekt gleichzeitig auch die anderen Betriebe auf dem Boulevard «befruchten», wie es in dem Nutzungsgesuch weiter heisst.

Ausserdem ist dem Dokument zu entnehmen, dass die Betreiberinnen an einer Idee arbeiten, um die bisherigen Adväntsgass-Gastronomen mit dem Projekt zusätzlich zu unterstützen – auch hier stehen weitere Details aus.

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