Kandidatur
Akpinar will mit eigener Partei in den Grossen Rat

Silvana Schreier
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Yusuf Akpinar gründet seine eigene Partei. (zvg / Facebook)

Yusuf Akpinar gründet seine eigene Partei. (zvg / Facebook)

Neugründung Schweizer Demokratische Union (SDU), so nennt der Basler Yusuf Akpinar seine Partei. Er ist deren Gründer und Präsident. Der 22-Jährige machte zuletzt kurz vor den Nationalratswahlen Schlagzeilen. Denn: Obwohl er seit mehreren Monaten aus der FDP ausgetreten ist, unterstützte er den FDP-Präsidenten Luca Urgese fleissig bei dessen Wahlkampf. In der Vergangenheit wurde er mehrfach mit der rechtsextremen türkischen Gruppierung «Graue Wölfe» in Verbindung gebracht.

Zwei Wochen nach den Wahlen tritt der Jungpolitiker nun mit seiner eigenen Partei an die Öffentlichkeit. Die Statuten seien geschrieben, der Vorstand müsse noch besetzt werden. Neben Akpinar soll es einen Vizepräsidenten, einen Sprecher sowie drei Beisitzer geben. «Ich bin für die Positionen im Gespräch mit Bekannten, denen ich vertraue», sagt Akpinar. Sobald die Parteileitung und die Website stehen, soll der Wahlkampf beginnen. Denn die Partei wird an den Grossratswahlen im Herbst 2020 mit einer eigenen Liste antreten – allen voran Yusuf Akpinar. Für ihn ist es der zweite Wahlkampf: 2016 liess er sich für die Freisinnigen bei den Grossratswahlen aufstellen. Akpinar: «Ich erzielte damals ein gutes Ergebnis. Darum sehe ich schon Chancen für uns.»