Kulturfloss
Das Floss ist zuhause - Konzerte endlich wieder «Im Fluss»

Hochwasser und Rheinströmung verunmöglichten es den Veranstaltern der Basler Konzertreihe «Im Fluss», die Floss-Bühne rechtzeitig aufzustellen. So startete sie an Land. Nun konnte das Kulturfloss endlich bei der Mittleren Brücke anlegen.

Martina Rutschmann
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Hier ist die Flossbühne für die Konzertreihe «Im Fluss» noch unter der Schwarzwaldbrücke vertäut.
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Endlich kann es doch noch den Rhein hinunter an seinen Bestimmungsort.
Zuvor verunmöglichte der hohe Pegel und die Starke Strömung, das Floss den Rhein hinunter bis zur Mittleren Brücke zu transportieren.
Das Floss legt von der Schwarzwaldbrücke ab und beginnt die Reise rheinabwärts.
Die Veranstalter musste gezwungenermassen die ersten Konzerte der Reihe an Land durchführen.
Ab Dienstag nun werden die Veranstaltungen auf der vorgesehen Floss-Bühne durchgeführt.
Das Floss vor der Wettsteinbrücke.
Vorbei am Basler Münster.
Es ist vollbracht – das Floss ist Zuhause!
Das Floss wird vor der Mittleren Brücke eingewiesen und gesichert.
Floss-Produktionsleiter Rolli Schaad gibt Anweisungen.
Der Abstand zum Ufer muss stimmen.
Das Floss ist da!
Und das Floss ist an Ort und Stelle. Bis aber die ganze Technik aufgebaut ist, dauert es noch ein wenig. Doch die Crew ist zuversichtlich.
Das Festival dauert noch bis Samstag, 16. August. Der Baselbieter Sänger Baschi beendet die Reihe.

Hier ist die Flossbühne für die Konzertreihe «Im Fluss» noch unter der Schwarzwaldbrücke vertäut.

Kenneth Nars

Die Bedingungen waren alles andere als ideal. Doch den Männern der verantwortlichen Wasserbaufirma ist es trotz strömendem Regen und Wind gelungen, das Basler Kulturfloss sicher an seinen Standort zu fahren. Seit heute Morgen steht es am Konzertort oberhalb der Mittleren Brücke – allerdings zwei Wochen zu spät.

Der hohe Rheinpegel und die starke Strömung hatten es vor Beginn des Festivals «Im Fluss» nicht zugelassen, das Floss pünktlich von seinem «Winterquartier» unter der Schwarzwaldbrücke rheinabwärts zu fahren. Solange der Wasserstand höher als 650 Zentimeter sei, wäre es zu gefährlich, die Plattform zu transportieren, hiess es.

Gestern Sonntag war es dann endlich so weit: Der Pegel war erstmals seit Wochen tiefer als 650 Zentimeter. Aus organisatorischen Gründen beschlossen die Verantwortlichen aber, das Manöver erst am Montagmorgen durchzuführen.

Um 7 Uhr traf man sich bei der Schwarzwaldbrücke, von wo aus man förmlich zusehen konnte, wie der Pegel ansteigt – und mehr als 650 Zentimeter erreichte. Doch die Mannschaft war bereit, die schwimmende Bühne dennoch zu transportieren – was ohne Komplikationen gelang.

Bei der Mittleren Brücke angekommen, galt es, die Plattform am richtigen Ort zu befestigen. Rolli Schaad sah auf seinem Lasermessgerät zwar, wo das Floss stehen sollte, die erschwerten Umstände führten aber dazu, dass es einen Meter näher am Ufer befestigt wurde als sonst.

Kein Problem, gar nicht, im Gegenteil: Gross war die Erleichterung, es geschafft zu haben. Doch dann stieg er weiter, der Pegel. Kurzzeitig sah es danach aus, als würde er die Marke von 790 Zentimetern erreichen. Für die Floss-Kapitäne wäre das ein Albtraum gewesen. Diese Marke heisst: Die Schifffahrt wird gesperrt. Das gilt auch für den «Im Fluss»-Weidling, indem die Bands aufs Wasser gebracht werden. Eine Sperrung der Schifffahrt hätte bedeutet: Zwei Bühnen, kein Konzert.

Nach Ankunft des Flosses fingen die Techniker an, die Sound- und Lichtanlagen von der Landbühne auf das Floss zu hieven und zu installieren. Die Angst, diese Hauruck-Übung umsonst zu machen, war gross: Ein Konzert an Land ohne Technik – unmöglich. Eines auf dem ausgerüsteten Floss bei zu hohem Pegel – unmöglich. Doch der Albtraum traf nicht ein.

Im Gegenteil: Für das Floss-Team ging ein Traum in Erfüllung: Das zwölfte von insgesamt 17 Konzerten fand auf dem Wasser statt. Und wenn die Prognosen stimmen, werden das auch die verbleibenden fünf tun.

«Im Fluss» dauert bis Samstag. Das Festival wird mit dem Auftritt des Baselbieter Sängers Baschi beendet.