Musikförderung

Das Präsidialdepartement verweist bei der Popförderung an den RFV

Katrin Grögel, Co-Leiterin der Abteilung Kultur Basel-Stadt: «Der RFV fördert im Auftrag der beiden Kantone BS und BL die Popmusik. (Symbolbild / Anna Aaron, Basler Popmusikerin)

Katrin Grögel, Co-Leiterin der Abteilung Kultur Basel-Stadt: «Der RFV fördert im Auftrag der beiden Kantone BS und BL die Popmusik. (Symbolbild / Anna Aaron, Basler Popmusikerin)

In einem von 70 regionalen Musikschaffenden unterzeichneten Brief beklagt die IG für eine breitere Musikförderung ein «systemisches Ungleichgewicht» zwischen E- und U-Musik in Basel-Stadt. Das Schreiben ist gestern beim Präsidialdepartement eingegangen, wie Katrin Grögel, Co-Leiterin der Abteilung Kultur Basel-Stadt, bestätigt. Es seien «laufend» weitere Stellungnahmen zum Kulturleitbild 2020–2025 eingetroffen, so Grögel. Und: «Die Anliegen der freischaffenden, professionellen Musikschaffenden nehmen wir sehr ernst.»

Auf die Frage, ob sie das von der IG angeprangerte Ungleichgewicht grundsätzlich anerkenne, bleibt sie jedoch vage: «Der Kanton verfügt über griffige Fördermassnahmen in der Klassik, der Neuen Musik und in weiten Teilen der Populärmusik. Letztere fördert der RFV im Auftrag der beiden Kantone BS und BL.»

Alain Schnetz vom RFV gibt an, von der IG bereits im Vorfeld kontaktiert worden zu sein. Er hat nicht das Gefühl, dass die Verfasser des Briefs in sein Gärtchen trampeln: «Ich begrüsse es grundsätzlich, wenn die Szene autonom für ihre Interessen einsteht und aktiv wird.» Auch versuche der RFV, «grundsätzlich mehr Mittel von der Stadt zu erhalten». Man stehe im Austausch, aber es sei noch zu früh, um zu entscheiden, ob man mit der IG zusammenspannen werde, wenn es darum gehe, Stimmen für eine Volksinitiative zu sammeln.

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