Festival-Saison
Der regionale Open-Air-Sommer beginnt an diesem Wochenende

Nirgends lässt sich Musik beser geniessen als unter freiem Himmel. Die bz stellt 14 Open Airs in der Region vor, wo sich die Musik im Freien geniessen lässt. Den Auftakt macht dieses Wochenende das Imagine auf dem Barfüsserplatz in Basel.

Jasmin Grasser und Oliver Sterchi
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Das sind die 14 Openairs aus der Region Basel
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Imagine: 7. und 8. Juni, Barfüsserplatz, Basel Für die gute Sache: Das Basler Festival gegen Rassismus gehört schon längst zum Stadtbild. Seit 2002 bringt das Imagine Musik in die Innenstadt, um auf seine Anliegen aufmerksam zu machen. Dieses Jahr spielen nationale Künstler wie Glaze, Abu und Delorian Cloudfire auf. Doch auch internationale Künstler kommen vorbei: die Schweden von Movits, Oscar and the Wolf aus Belgien. Tipp: Der Klosterhof bietet eine tolle Akustik.
Leimentaler Open Air: 14. und 15. Juni, Oberwil Ökologisch: Diesem Festival geht man auch dieses Jahr nicht auf den Leim. Zum 10-Jahr-Jubiläum bieten die Veranstalter ein Best-of der regionalen Musik-Szene auf: Nebst anderen werden TAFS, Navel und Brandhärd dem Publikum einheizen. Das Leimentaler Open Air gibt sich zudem ausgesprochen umweltfreundlich: Das kulinarische Angebot besteht ausschliesslich aus Bio-Produkten. Eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und Shuttlebusse sorgen schliesslich dafür, dass das Festival ein CO2-neutraler Event ist.
GGG Tag: 15. Juni ab 14.15 Uhr, Rümelinsplatz, Basel Abwechslungsreich: Einen Nachmittag lang feiert die GGG auf dem Rümelinsplatz. Für Kinder, Erwachsene und Jugendliche wird ein buntes Programm geboten: Das Basler Kindertheater zeigt Hänsel und Gretel und der Slam- Poet Gabriel Vetter verzaubert mit Worten. Am frühen Abend gibt es zwei Konzerte, die sich lohnen: James Gruntz kommt mit Band, nach ihm spielt Stiller Has. Für Verpflegung ist durch die Festwirtschaft Overall gesorgt.
Liestal Air: 21. und 23. Juni, Gestadendeckplatz, Liestal Hochkarätig: Mit der achten Ausgabe präsentiert sich das Liestal Air neu als Zwei-Tage-Festival. Das bedeutet eine doppelte Ladung Pop-Rock vom Feinsten: Mit Manfred Mann’s Earth Band und Uriah Heep konnten zwei Urgesteine des internationalen Musik-Business verpflichtet werden. Auch an heimischen Musikanten soll es nicht fehlen: Die Mundart-Rocker von Patent Ochsner fehlen ebenso wenig wie die Nachwuchstalente Who Killed Peter Merian oder Lena Schenker.
Pärkli Jam: 21. und 23. Juni, St. Johannspark, Basel Jung: Das von Kulturpush 2004 initiierte Festival ist zum dritten Mal im St. Johannspark anzutreffen. Seit der Gründung 2004 bietet der Pärkli Jam einen Querschnitt durch das Basler Musikschaffen, das jährlich Zuwachs hat. Eine bunte Mischung ist mit Auftritten von The Ringdingbings, Räpetoire, Deaf’n’Dumb und Das Pferd garantiert. Zusätzlich gibt es intime Konzerte auf der Fähre, ein eigenes Kinderprogramm und Tanzauftritte.
Die Konzerte laden zum Verweilen, Zuhören und Mitwippen ein. (Archivbild)
HillChill: 28. und 29 Juni, Sarasinpark Riehen Im Grünen: Wunderschön gelegen im Riehener Sarasinpark ist das Hillchill. Es ist 2001 aus Eigeninitiative junger lokaler Bands entstanden. Gespielt wird auf zwei Bühnen und in einem Pavillon. Mit zunehmender Grösse stiegen auch die Kosten. Deswegen kostet der Eintritt für zwei Tage regulär 20 Franken. Ein kleiner Preis, um die Basler Rap-Grössen Pyro und Black Tiger oder Aie Ça Gicle, Wet Moss, P-Train oder die Rag Dolls zu sehen.
Stimmen-Festival: 4. bis 28. Juli, Lörrach International: Hochkarätig, interessant, abwechslungsreich – das Stimmen-Festival in Lörrach hat schon des Öfteren grossartige Bands in die unmittelbare Nähe von Basel gebracht. Dieses Jahr lässt das Programm die Herzen von Musikfreunden unterschiedlicher Genres höher schlagen: Baum, Skunk Anansie, Patricia Kaas, Maximo Park, Rufus Wainwright, Elton John und Bob Geldof stehen in Lörrach auf die Bühne. Ebenso auch lokale Musiker wie die Männerstimmen Basel.
Summerstage: 5. und 6. Juli, Park im Grünen, Münchenstein/Basel Grosse Namen: Von allen musikalischen Freiluft-Events in den beiden Basel bietet das Summerstage Basel wohl den grössten Star-Faktor. Von den Chart-Lieblingen 77 Bombay Street über Baschi bis zu Xavier Naidoo und Kool Savas: Über einen Mangel an international bekannten Pop-Grössen kann man sich hier wahrlich nicht beklagen. Dass diese Stars und Sternchen auch auf der Bühne etwas zu bieten haben, versteht sich von selbst.
Stedtli-Blues Laufen: 6. Juli, Stedtli, Laufen Groove im Stedtli: Laufen hat den Blues. Verantwortlich dafür ist jedoch nicht der Abstiegskampf des FC Laufen, sondern das Festival Stedtli Blues, das nationale und internationale Grössen der 12-Takt-Musik in die Laufner Altstadt bringt. Den Anfang machen die Nachwuchs-Blueser der Musikschule Laufental-Thierstein. Weiter geht es dann mit den Schweizer Blues-Legenden Grand Cannon und Bluesaholics. Für den internationalen Touch sorgt Jersey Julie aus New York.
Open Air Birsfelden, 2. und 3. August, Fridolinsmatte, Birsfelden Start-up: Der Spätzünder unter den Festivals: Das Open Air Birsfelden findet dieses Jahr zwar erst zum dritten Mal statt, jedoch braucht es sich vor seinen älteren Geschwistern nicht zu verstecken. Das Line-up überzeugt: Am Freitag sorgt die Deep Purple Tribute Band Shades of Purple für rockige Klänge. Der Samstag hingegen steht ganz im Zeichen des Hip-Hop: Vertreten sind dabei sowohl Nachwuchs-Talente wie Trace oder B1RECs, aber auch die gestandenen Rap-Stars von Brandhärd.
Open Air Basel: 9. und 10. August, Kaserne, Basel Hipp: Früher unter dem eher sperrigen und langen Namen «Vivacon Agua & Kaserne Basel-Festival» bekannt, heisst der Anlass nun Open Air Basel. An dem Ort, an dem sonst über den richtigen Standort von Toiletten diskutiert wird, spielen internationale Bands wie GusGus, Kettcar und Chrystal Fighters. Ebenfalls dabei sind die Lokalmatadoren von Schwellheim, die wissen, wie man selbst bei strömendem Regen perfekte Open-Air-Stimmung vermittelt.
Rock am Bärg: 23. und 24. August, Büsserach Renaissance: «Scheiss aufs Wetter, Hauptsache geile Bands und ne geile Party.» So lautet das Motto des diesjährigen Festivals Rock am Bärg. Nach den finanziellen Turbulenzen der letzten Jahre melden sich die Veranstalter mit frischem Mut zurück. Der Name bleibt Programm: Nebst den Hardrockern von Shakra rocken auch Dada Ante Portas und Tinkabelle den Berg in Büsserach. Bleibt zu hoffen, dass das Wetter als Special Guest mitspielt.
Schupfart Festival: 20. bis 22. September, Flugplatz Schupfart Vielfältig: Der Titan unter den regionalen Festivals: Mit über 30000 Zuschauern und einem internationalen Star-Aufgebot spielt das Schupfart Festival in der Liga der nationalen Open Airs. Der renommierte Traditionsanlass wartet auch dieses Jahr mit einem reichhaltigen Programm auf. Ob die finnischen Pop-Rocker von Sunrise Avenue, die Country-Band Truck Stop oder Schlagerkönig Hansi Hinterseer – es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Das sind die 14 Openairs aus der Region Basel

niz/Archiv

Tipps für ein gelungenes Open-Air-Wochenende

Mitnehmen, zu Hause lassen und vergessen: Tipps für ein gelungenes Open-Air-Wochenende

· Hinkommen: Bei regionalen Open-Airs lohnt es sich, mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen. So entgeht man einem möglichen Stau und kommt bereits entspannt am Zielort an - meist ohne grosse zeitliche Einbussen. Unbedingt vorher eine Karte studieren - auf die Massen zum Hinterherlaufen ist nicht immer Verlass und gerade ländliche Festivals liegen meist versteckt.

· Mitnehmen: Bargeld. Nahe am Festivalgelände gelegene Bankautomaten sind meistens nach drei Stunden leer. Eine leichte, robuste Jacke taugt sowohl als Regenschutz als auch als Sitzgelegenheit auf einer Wiese. Dazu am besten eine Tasche, die sich schliessen und umhängen lässt.

· Zu Hause lassen: alles, was man täglich nicht dabei hat, alle Kreditkarten und am besten auch die teure Kamera. Im Notfall ist man meistens innerhalb einer Stunde zu Hause - zu Fuss.

· Trinken: vor Ort. Besonders die Open-Airs, die gratis sind, kann man so effektiv unterstützen und die Getränke sind meistens kühler als die in den frisch aufgefüllten Regalen im Coop Pronto.

· Anziehen: nach was einem der Sinn steht. Das Schöne an kurzen Distanzen ist die Tatsache, dass man sich jeden Tag zu Hause umziehen und duschen kann. Dennoch: Flache Schuhe leisten einen guten Dienst und Flecken auf den Kleidern sind bei Designeroutfits schwerer zu verkraften, als bei Kleidungsstücken aus einer Kette.

· Planen: Ist selten effektiv, lohnt sich aber bei Geländen mit mehr als einer Bühne. Für Musikproben von noch unbekannten Bands lohnt sich Soundcloud. Und je kleiner die Bühne, desto höher ist die Chance, auf Nachwuchskünstler zu treffen.

· Hingehen: Es gibt in Basel und Umgebung mehr Festivals als die bekannten JKF und Imagine. Einmal während dem Pärkli Jam mit der Fähre fahren oder sich ins Baselbiet begeben, kann den Horizont erweitern. Viele der Open Airs bieten ein buntes Unterhaltungsprogramm für Kinder. Es lohnt sich auch, dem Wetter zu trotzen. Natürlich ist die Verführung gross, bei einem Gewitter zu Hause zu bleiben. Doch besonders kleine Open Airs spüren die fehlenden Gäste empfindlich.

Gut zu wissen

Mitnehmen, zu Hause lassen und vergessen: Tipps für ein gelungenes Open-Air-Wochenende

· Hinkommen: Bei regionalen Open-Airs lohnt es sich, mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen. So entgeht man einem möglichen Stau und kommt bereits entspannt am Zielort an - meist ohne grosse zeitliche Einbussen. Unbedingt vorher eine Karte studieren - auf die Massen zum Hinterherlaufen ist nicht immer Verlass und gerade ländliche Festivals liegen meist versteckt.

· Mitnehmen: Bargeld. Nahe am Festivalgelände gelegene Bankautomaten sind meistens nach drei Stunden leer. Eine leichte, robuste Jacke taugt sowohl als Regenschutz als auch als Sitzgelegenheit auf einer Wiese. Dazu am besten eine Tasche, die sich schliessen und umhängen lässt.

· Zu Hause lassen: alles, was man täglich nicht dabei hat, alle Kreditkarten und am besten auch die teure Kamera. Im Notfall ist man meistens innerhalb einer Stunde zu Hause - zu Fuss.

· Trinken: vor Ort. Besonders die Open-Airs, die gratis sind, kann man so effektiv unterstützen und die Getränke sind meistens kühler als die in den frisch aufgefüllten Regalen im Coop Pronto.

· Anziehen: nach was einem der Sinn steht. Das Schöne an kurzen Distanzen ist die Tatsache, dass man sich jeden Tag zu Hause umziehen und duschen kann. Dennoch: Flache Schuhe leisten einen guten Dienst und Flecken auf den Kleidern sind bei Designeroutfits schwerer zu verkraften, als bei Kleidungsstücken aus einer Kette.

· Planen: Ist selten effektiv, lohnt sich aber bei Geländen mit mehr als einer Bühne. Für Musikproben von noch unbekannten Bands lohnt sich Soundcloud. Und je kleiner die Bühne, desto höher ist die Chance, auf Nachwuchskünstler zu treffen.

· Hingehen: Es gibt in Basel und Umgebung mehr Festivals als die bekannten JKF und Imagine. Einmal während dem Pärkli Jam mit der Fähre fahren oder sich ins Baselbiet begeben, kann den Horizont erweitern. Viele der Open Airs bieten ein buntes Unterhaltungsprogramm für Kinder. Es lohnt sich auch, dem Wetter zu trotzen. Natürlich ist die Verführung gross, bei einem Gewitter zu Hause zu bleiben. Doch besonders kleine Open Airs spüren die fehlenden Gäste empfindlich.