Elsässerstrasse
Die «Elsi»-Besetzer beschreiten den formalen Weg: Petition soll Abriss verhindern

Nun soll mit einer Petition der Abriss der besetzten Liegenschaften verhindert werden.

Daniel Ballmer
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Die leer stehenden Liegenschaften wurden schon viermal besetzt. (Archiv)

Die leer stehenden Liegenschaften wurden schon viermal besetzt. (Archiv)

Nicole Nars-Zimmer (niz)

Der Widerstand gegen den Abriss der Liegenschaften 128-132 an der Elsässerstrasse geht in die nächste Runde. Nach mittlerweile mehreren Hausbesetzungen wird nun gleichzeitig der formale Weg beschritten. Der Konflikt um Basler Wohnraum zeigt sich hier exemplarisch. Mit einem am Montag verschickten Communiqué wird für Mittwoch die Übergabe einer Petition angekündigt, welche Regierung und Grossen Rat auffordert, sich für den Erhalt der Liegenschaften einzusetzen. Gezeichnet: das Petitionskomitee.

«Es ist unverständlich», ist in der Mitteilung zu lesen. «Es herrscht Wohnungsnot, die Mietpreise schiessen in die Höhe und die Sinnhaftigkeit von Investitionsprojekten führen wiederum zu leerstehenden Häusern.» Die Situation werde durch renditegetriebene Projekte wie an der Elsässerstrasse weiter verschärft.

Vor rund einem Jahr hatte die Areion Management AG als Eigentümerin allen Mietern gekündigt. Obwohl die Zugänge in der Zwischenzeit zugemauert worden sind, wurden die Häuser Mitte April zum insgesamt bereits vierten Mal besetzt – und dieses Mal bis heute von der Polizei nicht geräumt. «Bis dato ist kein Strafantrag gestellt worden», erklärt Polizeisprecher Martin Schütz auf Anfrage.

Es brauche eine sozial verträgliche Perspektive für eine künftige Nutzung der Liegenschaften an der Elsässerstrasse und in Basel, wird nun gefordert. Immerhin widerspreche profitorientiertes Vorgehen klar den Wohn-Initiativen. Günstiger Wohnraum solle daher dem Markt entzogen werden, etwa über gemeinnützige Gemeinschaften. Hier aber seien bisherige Kaufanfragen erfolglos geblieben.

Hausbesetzung Oktober 2018

Die Häuser wurden seit Juni zum dritten Mal besetzt.
17 Bilder
Die zugemauerten Eingänge wurden kurzerhand aufgebrochen.
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Die Besetzer und Besetzerinnen hatten den Innenhof gestaltet, unter anderem mit dieser Wunschtafel.
Teilweise standen die Mauern noch.
Dem Innenhof wurde neues Leben eingehaucht.
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Teilweise wurden die Mauern auch mit Leitern überwunden.
Die Häuser von Innen...
... präsentieren sich in einem sehr guten Zustand.
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Vor der Besetzung war ein Infotisch aufgebaut.

Die Häuser wurden seit Juni zum dritten Mal besetzt.

Nicole Nars-Zimmer (niz)

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