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Einstieg ungeeignet? Plötzlich sind diese Basler Busse behindertenfreundlich

Christoph Wydler findet den Einstieg in den Bus ungeeignet.

Christoph Wydler findet den Einstieg in den Bus ungeeignet.

Nach der Kritik von Ex-BVB-Verwaltungsrat Christoph Wydler wollen die BVB und BLT nun handeln.

Früher sass Christoph Wydler selbst an der Spitze der Basler Verkehrsbetriebe (BVB). Nun ist er auf einen Gehstock angewiesen und alles andere als zufrieden mit den Massnahmen für mobilitätseingeschränkte Personen im öffentlichen Verkehr. Seit einem Hirnschlag im Juli ist Busfahren für ihn eine Herausforderung.

In einem Artikel in dieser Zeitung beklagte er sich, die Busse der BVB seien nicht geeignet für gehbehinderte Personen. Sie sollten generell immer abgesenkt werden und die Sitzplätze für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollten sich näher an der zweiten Tür befinden, sodass man sich setzten könne, bevor der Bus wieder losfährt.

BVB und BLT reagieren und lenken ein

Bevor Wydler sich mit seinem Anliegen an diese Zeitung wendete, hatte er immer wieder Kontakt mit der BVB-Leitung gesucht. Ohne Erfolg. Nun zeigten seine Beschwerden allerdings Wirkung. «Die Betriebe wollen meine Vorschläge umsetzten», schreibt Wydler. Es hätten Gespräche mit der BVB-Spitze stattgefunden und auch mit dem Direktor der Baselland Transport AG (BLT), Andreas Büttiker, sei er schriftlich im Austausch gestanden.

Sitz bei Türe für Betroffene «nicht optimal»

Die Betriebe bestätigen dies. Es sei korrekt, dass ausführliche Gespräche mit Christoph Wydler, dem BVB-Direktor Bruno Stehrenberger und zwei Mitgliedern der Geschäftsleitung stattgefunden hätten. Wydlers Vorschläge würden nun geprüft und «womöglich auch umgesetzt», schreibt BVB-Mediensprecher Benjamin Schmid auf Anfrage. Wie diese Prüfung konkret aussehen wird und welche Änderungen genau zu erwarten sind, konnte Schmid allerdings nicht ausführen.

BLT-Direktor Büttiker hingegen wird präziser: «Wir haben die Situation geprüft und konnten das Anliegen von Christoph Wydler nachvollziehen», schreibt er. Bis anhin, habe man bei der Baselland Transport AG angenommen, die Tür beim Chauffeur sei für Menschen mit eingeschränkter Mobilität die beste Option, da «in diesem Moment ein direkter Kontakt zwischen Fahrgast und Chauffeur aufgebaut wird».
Allerdings seien die Sitzgelegenheiten in der Nähe der vorderen Tür leicht erhöht und daher «nicht optimal». Dies habe die BLT dazu bewogen, neu einen zusätzlichen Platz unmittelbar bei der zweiten Tür zu kennzeichnen, schreibt Büttiker.

Auch die Aussenbeschriftungen würden dementsprechend angepasst. Bis Ende Januar 2020 wollen die BLT diese Massnahmen gemäss Büttiker umgesetzt haben. Bei Neuanschaffungen würden ausserdem im Auffangraum bei der zweiten Türe Bildschirme mit Haltestelleninformationen angebracht, die für Fahrgäste, die mit einem Rollstuhl unterwegs sind, gut ersichtlich sind.

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