BVB und BLT
Fusionsplan mit Baselland - jetzt auch bei den Basler Verkehrsbetrieben

Nicht nur die Fusion der beiden Halbkantone ist ein Thema. Jetzt wird auch ein Zusammengehen der beiden Verkehrsbetriebe aktuell. Die Basler Regierung hält die Eignerstrategie zurück. Der „Schweiz am Sonntag“ liegt sie vor.

Merken
Drucken
Teilen
Geheimnis um Pläne der BVB gelüftet.

Geheimnis um Pläne der BVB gelüftet.

Zur Verfügung gestellt

Eine vermehrte Zusammenarbeit bis hin zur Fusion der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) mit der Baselland Transport AG (BLT) hält die Basler Regierung für einen wünschenswerten Weg. So steht es in der Eignerstrategie, die von der Regierung vor drei Wochen für die BVB beschlossen wurde.

Brisant ist die Aussage vor allem unter einem Gesichtspunkt: Die Basler Regierung hält die Eignerstrategie weiterhin unter Verschluss. Man müsse zuerst prüfen, ob sie Geschäftsgeheimnisse enthalte, erklärt Regierungssprecher Marco Greiner. Solche sind jedoch im zehnseitigen Papier, das der «Schweiz am Sonntag» vorliegt, nicht erkennbar.

Die unternehmerischen Vorgaben des Kantons sind moderat. So sollen die Verkehrsbetriebe die Eigenwirtschaftlichkeit erhöhen. Die Regierung erwarte eine Kostenstruktur, die im Benchmark mit anderen, erfolgreichen und vergleichbaren Verkehrsbetrieben konkurrenzfähig sei. Ein Umdenken fordert die Regierung, dass Ausgliederungen von Aufgaben geprüft werden sollen, die bisher intern erledigt werden. Ein gewisses Protestpotenzial enthält zudem die Forderung, dass eine Personalpolitik zu pflegen sei, die „sich dem Markt nähert“.

Auf die Strategie verpflichtet sind bisher erst die drei direkt von der Basler Regierung ernannten BVB-Verwaltungsräte. Geht es nach der Regierung, sollen künftig fünf von sieben Mitgliedern des Aufsichtsgremiums nach den Direktiven der neuen Eignerstrategie handeln müssen.