Messe Basel
Futuristisch und beeindruckend: Die neuen Dimensionen der Messe

Mit dem neuen Hallenkomplex der Messe Schweiz ist am Mittwoch in Basel ein aussergewöhnliches Bauwerk in Betrieb genommen worden. 220 Meter lang, 30 Meter breit und 35 Meter hoch ist das neue Gebäude, das quer zum Messeplatz steht.

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Die Messe ist fertig
19 Bilder
Der symbolische Ribbon Cut, von links Rebecca Zuber (HRS), Pierre de Meuron (Architekt), René Kamm (MCH Group), Martin Kull (HRS Real Estate), Peter Holenstein (MCH Group)
Nach dem symbolischen Ribbon Cut gab es auch noch eine Schlüsselübergabe, von links Rebecca Zuber (HRS), Pierre de Meuron (Architekt), René Kamm (MCH Group), Martin Kull (HRS Real Estate), Peter Hole
Pierre de Meuron (Architekt) bei seinen Ausführungen, dahinter rechts Martin Kull (HRS Real Estate), Dr. Ulrich Vischer (MCH Group), René Kamm (MCH Group)
Pierre de Meuron im leeren ersten Obergeschoss
Ein Blick in die Halle im Erdgeschoss
Das Erdgeschoss mit imposanter Treppe
Das ist die neue Messe
Die Halle im ersten Stock
Die Rolltreppe im ersten Stock
Blick durch die Fassade aus dem ersten OG auf die Clarastrasse
Im ersten Stock sind Arbeiter mit Aufbauarbeiten beschäftigt
Die Messehalle im ersten OG, in der Mitte der verkleidete Lichtschacht
Das grosse Loch in der Mitte der Bauten über der Tramlinie
Das «Himmelsauge»
Die Fassade mit ihren Krümmungen und spielerischen Elementen

Die Messe ist fertig

Kenneth Nars

Die neue Halle 1 verfügt über eine Bruttoausstellungsfläche von 38'000 Quadratmetern. Im Erdgeschoss befindet sich zudem eine multifunktionale Eventhalle. Messe-Verwaltungsratspräsident Ulrich Vischer zeigte sich vor den Medien erfreut darüber, dass der Kostenrahmen von 430 Mio. Franken eingehalten wurde.

Speziell am Bauwerk sind die drei quer übereinanderliegenden Stockwerke, eine rund 30 Meter grosse Öffnung auf den Messeplatz sowie die Fassade aus Stahlgeflecht. Zentral ist die überdeckte City Lounge, die ein neuer öffentlicher Raum werden soll. Dort sind auch mehrere Verpflegungsstätten geplant. Das Gebäude wurde vom Basler Architekturbüro Herzog und de Meuron konzipiert.

Das Gebäude werde analysiert und kritisiert, sagte Architekt Pierre de Meuron. Der Auftraggeber habe die Dimension des Hallenkomplexes bestimmt. Man habe bewusst keine monotone Industriearchitektur gewählt.

22 Monaten Bauzeit

Nach fünfjähriger Planung und Entwicklung sowie Volksabstimmungen in den Kantonen Basel-Stadt und Baselland starteten die Bauarbeiten im Juni 2010. Das Bauwerk wurde in 22 Monaten in drei Bauphasen erstellt. Während den grossen Messen mussten die Bauarbeiten ruhen. In Spitzenzeiten waren rund 1000 Arbeiter täglich auf der Baustelle beschäftigt.

Laut Vischer waren rund 200 Unternehmen auf der Baustelle engagiert. 66 Prozent davon stammten aus der Region, 23 Prozent aus der übrigen Schweiz und 11 Prozent aus dem Ausland. Vor allem die regionalen Firmen vergaben die Aufträge an Subunternehmer, wie Vischer sagte.

In der letzten Bauphase sorgten Verstösse gegen Arbeitsbestimmungen für Schlagzeilen. Alle Fälle würden bearbeitet, sagte Vischer.

Für den Aufbau der immensen Standbauten für die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld wird vorgesorgt: Laut Vischer werden mit den Sozialpartnern Verhandlungen geführt, weil bei diesen Arbeiten viele Handwerker aus dem In- und Ausland beschäftigt sein werden.

Laut Messe-CEO René Kamm beginnt Anfang März der Aufbau für die Weltmesse für Uhren und Schmuck. Für die Messe sei ein neues Konzept erstellt worden. Die Aussteller werden in die neuen Standbauten über 500 Mio. Franken investieren, sagte Kamm.

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