«Mehrere hundert Bands haben sich bei uns beworben», sagte OK-Mitglied Eduard Löw gegenüber den Medien. 76 Bands haben die «Em Bebbi sy Jazz»-Organisatoren schliesslich ausgewählt. Der grosse Andrang erfreut das Team. «Die vielen Bewerber sorgen dafür, dass sich an den Tönen des Festivals immer wieder etwas ändert», so Löw.

Funk und Soul im Rampenlicht

Vielfältiger soll «Em Bebbi sy Jazz» auch durch ein jährliches Fokus-Thema werden. Eine Stilrichtung wird dabei auf prominenten Bühnen hervorgehoben: auf dem Rümelinsplatz, im Schmiedenhof und im Stadthaus. Die dritte Bühne verdankt das Jazz-Festival einer Partnerschaft mit der Bürgergemeinde.

Das diesjährige Schwerpunktthema heisst «Funk and Soul». Die Veranstalter haben acht Bands ausgewählt, vier davon stammen aus der Region Basel. Darunter auch die Newcomer «Blue Carpet». Die fünf jungen Musiker haben sich am Gymnasium Liestal kennen gelernt und 2016 nach nur zwei Monaten Proben überraschend den «Firewire Bandcontest» gewonnen.

Newcomer und alte Hasen

Neben vielversprechenden Newcomern hat «Em Bebbi sy Jazz» auch viele erfahrene Musiker im Programm:

Die drei Mitglieder von «The next Movement» haben schon mit verschiedenen Schweizer Künstlern gespielt, unter anderem mit Greis und Steff la Cheffe. Frontmann und Schlagzeuger J.J. Flueck hat vor rund 20 Jahren in Basel die Jazzschule absolviert und kehrt nun im August zu seinen musikalischen Wurzeln zurück. «Für Funk und Soul war Basel bis jetzt ein hartes Pflaster», sagt er. «Ich freue mich umso mehr, hier endlich etwas Eigenes präsentieren zu können.»

Eine grosse Menge Band-Erfahrung bringen auch die Mitglieder von «Grand Mother’s Funck» (GMF) mit: 1000 Auftritte und zehn CD in 20 Jahren Bandgeschichte. «GMF ist wohl die erfolgreichste Funk-Band der Schweiz und stand schon lange auf unserer Wunschliste», meint Eduard Löw.

Viele Bands nehmen für einen Auftritt am Bebbi-Jazz eine kleinere Gage in Kauf, als sie normalerweise für einen Auftritt verrechnen. Nur so bleibt das Festival für Besucher kostenlos.

Vielfältiges Programm

Neben den drei Fokus-Bühnen gibt es wie jedes Jahr viele Klein-Bühnen in Restaurants und auf Aussenplätzen. Drei Strassen-Bühnen mit kurzen, wechselnden Auftritten sorgen dafür, dass sich das Publikum zwischen den verschiedenen Bühnen hin- und herbewegt.

Auch die kleinen Bühnen sind in verschiedene Stilrichtungen aufgeteilt. In der Leonhardskirche zum Beispiel treten Chöre auf, auf dem Peterskirchplatz gibts Dixie-Klänge, und auf dem Andreasplatz ist Latin angesagt. So kann sich jeder nach seinem Musikgeschmack so lange durch das Festival bewegen, bis das letzte Lied verstummt.