Basel
Neue Farbenpracht im Vogelhaus des Zolli Basel

Bei manchen Tierarten kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, wenn man sie von Nahem betrachtet. Eine dieser besonderen Augenweiden, den Siebenfarbentangaren, findet man seit Neuestem im Vogelhaus im Zoo Basel.

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Siebenfarbentangare im Vogelhaus des Zoos Basel
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Siebenfarbentangare im Vogelhaus des Zoos Basel
Siebenfarbentangare im Vogelhaus des Zoos Basel
Siebenfarbentangare im Vogelhaus des Zoos Basel
Siebenfarbentangare im Vogelhaus des Zoos Basel
Siebenfarbentangare im Vogelhaus des Zoos Basel
Siebenfarbentangare im Vogelhaus des Zoos Basel
Siebenfarbentangare im Vogelhaus des Zoos Basel
Siebenfarbentangare im Vogelhaus des Zoos Basel
Siebenfarbentangare im Vogelhaus des Zoos Basel

Siebenfarbentangare im Vogelhaus des Zoos Basel

Nicht umsonst heissen Siebenfarbentangaren auch Paradiestangaren. Das Gefieder dieser nur zwölf Zentimeter langen Vögel leuchtet von gelbgrün über ultramarin, himmelblau, schwarz, rot-gelb- orange. Sie gehören zu den seltenen Vögeln in zoologischen Gärten und man findet sie wahrscheinlich in weniger als zehn Zoos. Auch bei Privatzüchtern sind sie eher selten geworden.

Vögel hatten bereits Nachwuchs

In der Schau im Vogelhaus leben zurzeit zwei weibliche Vögel, hinter den Kulissen wird das Zuchtpaar gehalten. Das Vogelhausteam bemüht sich, die Zucht dieses seltenen Vogels zu fördern. Dies ist gar nicht so einfach. Wegen regelmässigen Importen aus Südamerika fiel es früher gar nicht so ins Gewicht, dass sie nur selten nachgezüchtet wurden. Heute ist es schwierig bis unmöglich, Vögel aus einigen Ländern zu importieren und ein nachhaltiger Umgang mit den Wildbeständen ist sicher sinnvoll.

Deshalb entschied sich der Zoo Basel, die Vögel von einem Privathalter zu erwerben. Dank der Unterstützung dieses Halters und des besonders guten Handlings durch das Vogelhausteam, bekamen die Paradiestangaren im letzten Jahr Nachwuchs und zogen erfolgreich ein Junges auf.

Chilenischer Vogel

Anspruchsvoll ist bereits das Zusammenstellen eines Paares: Männchen und Weibchen tragen ein völlig identisches Federkleid. Rein optisch lassen sich die Geschlechter also nicht auseinander halten. Dank moderner DNA-Tests und einer kleinen Feder des jeweiligen Vogels lässt es sich jedoch zuverlässig bestimmen, so dass es nicht mehr wie früher zu ‚Fehlverpaarungen‘ kommen muss.

Die Paradiestangaren kommen - entgegen ihrem lateinischen Namen - nicht in Chile vor. Im Freiland leben sie in den nördlichen und westlichen Regenwäldern des Amazonasbeckens in einer Höhe von bis zu 1400 Metern und sind recht häufig. Früchte, Nektar, kleine Insekten und Beeren sind ihre Leibspeise.

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