Gastronomie
Rosario und Co. wirten neu beim Barfi

Ende 2015 zog Rosario am Spalenberg aus. Sein «Lo Spuntino» wurde vermisst. Nun eröffnet er ein neues Lokal. Anders als am Spalenberg ist Rosario’s neuer Ort klein, aber genauso fein.

Martina Rutschmann
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Das «Spuntino»-Team vor dem neuen Lokal am Leonhardsberg: Angela und Rosario Scialfa und Mireille Glady.

Das «Spuntino»-Team vor dem neuen Lokal am Leonhardsberg: Angela und Rosario Scialfa und Mireille Glady.

Juri Junkov

Dann war Rosario auf einmal weg. Und alle waren traurig. Selbst jene, die nie verkehrten im «Rosario’s Lo Spuntino». Sie bedauerten, dass es plötzlich leer war oben am Spalenberg. Da standen auf einmal keine Tische mehr, da sassen keine Menschen mehr, da war kein Leben mehr.

Ende vergangenen Jahres zog das Wirtepaar Rosario und Angelo Scialfa aus.

13 Jahre am selben Ort war genug. Die beiden hatten rund um die Uhr gearbeitet. Für Rosario blieb nicht einmal Zeit, sich einer Knieoperation unterziehen zu lassen. Das holte er gleich nach der Schliessung nach. Inzwischen ist er wieder auf den Beinen. Und will es wieder wissen.

Unter gleichem Namen, an neuem Ort und in kleineren Räumen. Das ehemalige Lokal am Spalenberg bot innen und aussen Platz für insgesamt 140 Gäste, am neuen Ort am Leonhardsberg reicht es im Parterre, im ersten Stock und draussen für insgesamt 50 Gäste. Das war es, was das Ehepaar wollte: etwas Kleines, Feines.

Zum Apéro mal rasch nach Italien

An der Fassade steht bereit «Rosario’s Lo Spuntino» angeschrieben, doch noch sieht der Passant nicht, was ihn drinnen erwartet. Zwischenzeitlich war in dem Lokal das Restaurant «Paris-Warschau» drin, vorher Kleiderläden. Nun bekommen die Restaurants Anatolia und Café Barfi am Berg zwischen Barfüsserplatz und Heuberg wieder kulinarische Konkurrenz.

Zwar heisst «Spuntino» nur Imbiss. Diese Bezeichnung ist jedoch leicht untertrieben für ein Lokal, das den ganzen Tag warme Küche anbietet – Rindsbraten, hausgemachte Ravioli und dergleichen. Wobei, den ganzen Tag tun sie es nicht: Das Lokal soll um 20.30 Uhr schliessen und nur donnerstags bis um 23 Uhr offen sein. Damit hält sich die kulinarische Konkurrenz für die Restaurants in Grenzen. Härter wird es für die Apéro-Bars, deren es in dieser Gegend ja auch einige gibt.

Bloss: Eine Apéro-Bar, in der man sich in Italien wähnt, fehlte an dieser Lage bisher. Oder wo sonst gibt es beim Barfi ein Schinken-, Salami- und Käseplättchen zum Glas Wein? Voilà! Zumal es hierzulande oft schon an ein Wunder grenzt, wenn der Gast unaufgefordert ein paar trockene Nüsschen zum teuren Apéro bekommt.

Auch Des Art wurde neu eröffnet

Aber genug der Lobhudelei: Rosario ist nicht allein. Auch das Café Des Arts ist ein beliebter Treffpunkt für den Feierabend. Und auch dort ist nun einiges anders: Das Traditionslokal am Barfi wurde am Wochenende unter neuer Leitung neu eröffnet und lässt den Afterwork-Dienstag wieder aufleben. Für die After-Afterwork-Zeit gibt es zahlreiche weitere Orte am Platz.

Wann Rosario seine Tore öffnet, kann er noch nicht sagen. Das Mobiliar steht schon bereit, die Küche ist aber noch nicht ganz fertig eingerichtet und die vielen Weinen sind noch nicht parat. Das Team hat aber fest vor, das Lokal bis spätestens Mitte Monat eröffnet zu haben. Es erhofft sich dasselbe Publikum wie vorher: «Vom Arbeiter bis zum Regierungsrat sind alle willkommen», sagt Rosario.

Rosario’s Lo Spuntino, Leonhardsberg 3.

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