Abenteuer in der Region

«Slow Safaris»: Auf klimaneutraler Schatzsuche

Wie im Dschungel - ein Trio auf Schatzsuche im Baselbiet.

Wie im Dschungel - ein Trio auf Schatzsuche im Baselbiet.

Wie das Projekt «Slow Safaris» zum umweltfreundlichen Abenteuer lockt.

Auf Schusters Rappen, mit Velo, Rollbrett oder auf eine andere Art des Langsamverkehrs einen Schatz suchen. Dies macht die Umwelt-Plattform (UP), ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Basel, seit ein paar Wochen auch in der Region mit «Slow Safaris» möglich. Sie motiviert Gross und Klein, Jung und Alt, sich im Baselbiet und in Basel-Stadt auf ein Abenteuer einzulassen. «Unsere Absicht ist, dass die Leute den Schatz suchen, ohne ins Auto oder in die Bahn zu steigen», erklärt UP-Geschäftsführerin Nicole Keller. Man soll sich fortbewegen, ohne CO2 auszustossen.

Basler Schatz plötzlich verschwunden

Um den Ausgangspunkt zu bestimmen und den überraschenden Ort mit der Schatztruhe zu finden, hilft Google Maps auf der Website von Umwelt-Plattform (siehe Fussnote). Dort erhalten die Teilnehmenden alle nötigen Informationen samt Zielkoordinaten, sodass sie ihre Route selber kreieren können. Vor Ort muss selbstverständlich ein wenig gesucht werden. Laut Keller erfordern Weg und Schatzsuche maximal zwei Stunden, was jedoch von Startort und Fortbewegungsmittel abhängig ist.

Den Schatz in Basel-Stadt, der sich zwischen Riehen und der Grenze zu Weil am Rhein befindet, erreicht man ab Bahnhof SBB in einer Stunde Marschzeit oder in 20 Minuten per Velo. Ein wenig grösser dürfte der Zeitbedarf zum Baselbieter Ziel sein, das im Bereich des Kaltbrunnentals liegt.

Die bisherige Resonanz auf die ihre hiesigen Angebote sei mit je rund 50 Leuten «ziemlich gut», sagt Nicole Keller, die aber bedauert, dass sie in Basel-Stadt nun ein Problem haben. «Am vergangenen Wochenende hat jemand offenbar den Schatz entwendet – ihn gefunden und etwas damit gemacht.» Eine Person habe ihnen gemeldet, sie hätten den Ort gefunden, nicht jedoch den Schatz. Jetzt müssten sie kontrollieren, ob noch alles da sei.

Entdeckungsreise auf dem Weg zum Ziel

Verteilt über die ganze Schweiz werden 20 «Slow Safaris» angeboten. Auf dem Weg zum Zielort kann man die verschiedensten Gegenden entdecken. Die Schätze verbergen sich in Städten, aber auch auf dem Land. Das Projekt dauert sicher bis Ende dieses Monats.

«Dann werden wir für jeden der 20 Orte entscheiden, wie es weitergeht. Wir müssen für den Unterhalt sorgen. In diversen Städten haben wir Freiwillige, aber nicht überall», meint Keller. In Basel gibt es eine grosse Lokalgruppe. Die Geschäftsführerin von UP kann sich vorstellen, dass hier noch länger nach dem Schatz gesucht wird.

«Slow Safaris» soll zu den schon länger existierenden «Foxtrails» keine Konkurrenz sein, sondern eine Ergänzung und ein zusätzliches Angebot, wie sich Nicole Keller ausdrückt.

www.umweltplattform.ch/de/slowsafaris

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