Schweizer Musikpreis

Sol Gabetta gratuliert dem Basler Kammerorchester: «Uns verbindet eine musikalische Freundschaft»

Das Kammerorchester Basel (bis 1999 Serenata Basel) hat seit der Gründung im Jahr 1984 seinen Wirkungskreis weit über Basel hinaus erweitert.

Das Kammerorchester Basel (bis 1999 Serenata Basel) hat seit der Gründung im Jahr 1984 seinen Wirkungskreis weit über Basel hinaus erweitert.

Das Kammerorchester Basel gewinnt den Schweizer Musikpreis. Zu den Gratulanten gehört auch die Cellistin Sol Gabetta.

Seit 2014 kürt das Bundesamt für Kultur jährlich 15 Musikschaffende und -formationen aus allen Sparten. Bei der sechsten Ausgabe darf sich die Region Basel gleich über zwei Sieger freuen: Les Reines Prochaines und das Kammerorchester Basel.

Seit den späten Achtzigerjahren beschreiten Erstere die Grenze zwischen Kunst, Performance und Pop. Das Kollektiv besteht aus Michèle Fuchs, Fränzi Madörin, Muda Mathis und Sus Zwick.

Das 1984 gegründete Kammerorchester Basel wiederum darf sich rühmen, den Schweizer Musikpreis als erstes Orchester verliehen zu bekommen – vorausgesetzt, man betrachtet das Ensemble Phoenix Basel, das 2014 zu den Ausgezeichneten zählte, nicht als Orchester.

Im Rahmen der Preisverleihung im Kunstmuseum Basel spielt das Kammerorchester am Freitag Auszüge aus «Don Giovanni» (am Sonntag beim Enescu-Festival in Bukarest und am Dienstag im Theater an der Wien) sowie aus dem Klassenzimmerstück «Struwwelpeter».

Die weiteren Preisträger des mit je 25'000 Franken dotierten Schweizer Musikpreises sind Sebb Bash, Pierre Favre, KT Gorique, Béatrice Graf, Ils Fränzlis da Tschlin, Michael Jarrell, Soraya Lutango alias Bonaventure, Rudolf Lutz, Björn Meyer, Laurent Peter alias d’incise, Andy Šcherrer und Marco Zappa.

Die Gebrüder André und Michel Décosterd, die als Cod.Act seit über 20 Jahren Klangkörper erschaffen, bekommen den mit 100'000 Franken dotierten Schweizer Grand Prix Musik verliehen.

 

Die Cellistin Sol Gabetta gratuliert dem Kammerorchester zum Gewinn des Schweizer Musikpreises und schreibt, warum das in ihren Augen verdient ist:

«Gratulation an das Kammerorchester Basel zum Erhalt des Schweizer Musikpreises! Es hat mich besonders gefreut zu hören, dass das Kammerorchester Basel als erstes Orchester diesen Preis erhält – verbindet uns doch schon eine lange musikalische Freundschaft.

Noch als Studentin durfte ich das erste Mal als Solistin mit dem Kammerorchester auftreten – damals stand Witold Lutoslawskis «Grave» für Violoncello und Streichorchester auf dem Programm. Seitdem konnten wir viele Programme gemeinsam erarbeiten, von Haydn und Beethoven bis hin zur Uraufführung von Wolfgang Rihms Cellokonzert im nächsten Jahr.

Nicht zu vergessen ist natürlich auch die Verbundenheit mit Giovanni Antonini, dem Principal Guest Conductor des Kammerorchesters Basel. Die Möglichkeit zu haben, über Jahre hinweg eine gemeinsame Musiksprache in einem Team aus Orchester, Dirigent und Solist zu entwickeln, ist in der heutigen Zeit ein grosses Geschenk. So konnten wir zum Beispiel über einen langen Zeitraum immer wieder Schumanns Cellokonzert neu interpretieren und so lange daran feilen, bis die Arbeit in einer CD-Aufnahme festgehalten werden konnte, die dieses Jahr mit dem Opus-Klassik-Preis ausgezeichnet wird.

Ich bin sehr gespannt, wohin uns die gemeinsame musikalische Reise noch bringen wird, und freue mich auf die weiteren Projekte mit dem Kammerorchester.»

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