Basel
Wegen verlängerter Öffnungszeit: muba 2014 verzeichnet mehr Besucher

Die muba in Basel hat dieses Jahr knapp 164'000 Besucherinnen und Besucher und damit etwa 5000 mehr als im Vorjahr verzeichnet. Dazu trug die bis 20 Uhr verlängerte Öffnungszeit bei.

Stefan Schuppli
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Der Anteil jener Besucher, die im kommenden Jahr wieder kommen wollen, stieg von 33 auf 44 Prozent.

Der Anteil jener Besucher, die im kommenden Jahr wieder kommen wollen, stieg von 33 auf 44 Prozent.

Kenneth Nars

Muba-Direktorin Kay Schmid macht am Sonntagnachmittag einen aufgeräumten Eindruck. Kurz vor Schluss steht fest: Es sind mehr Besucherinnen und Besucher an die Muba gekommen als im Vorjahr. Um 19 Uhr war klar: Die Besucherzahl stieg um 2,6 Prozent auf 164 000 an.

Auch die Prognosen sind nicht übel. 2013 haben im Rahmen einer unabhängigen Befragung 33 Prozent der Besucher gesagt, sie kämen heuer wieder. In diesem Jahr waren es 44 Prozent.

Vonseiten der 622 Aussteller fällt das Urteil zu den neuen Öffnungszeiten und zum Verkaufserfolg gemischt aus. Bei UPC Cablecom meinte ein Verkäufer gegenüber der bz, in Basel sei sein Job viel härter als an der Olma oder Züspa. Die Frau von «Amici Caffè» stellt ein sehr wechselhaftes Geschäft fest, insgesamt hätten sie aber «gut verkauft».

Im Schnitt war die Konsumstimmung aber eher verhalten. Ein Besucher gab 2014 im Schnitt rund 850 Franken aus, im Vorjahr waren es 1180 Franken. Die Gesamtsumme aller Einkäufe, die in diesem Jahr an der Muba getätigt wurden, bewegt sich gegen 75 Millionen Franken.

Die neuen, verlängerten Öffnungszeiten riefen unterschiedliche Reaktionen hervor. Die Muba konnte in der Zeitspanne zwischen 17 und 20 Uhr ein Frequenzplus von über 15 Prozent registrieren. Nur: Diese Massnahme, die vor allem unter der Woche berufstätigen Menschen die Möglichkeit bieten soll, die Muba nach der Arbeit zu besuchen, sei noch zu wenig bekannt. «Das braucht drei Jahre», schätzt Schmid.

Besonders bei den Grossgeräten und teilweise bei den Möbelausstellern herrschte nach 18 Uhr tote Hose. Dass es auch anders geht, zeigten die Modeschauen, die auch um 19 Uhr noch gut besucht waren.

Keine grösseren Probleme gab es im Gastrobereich. Dieser war, wie üblich, abends gut besucht. «Im Gegensatz zum Morgen. Da herrscht hier Flaute», sagt Beat Rubitschung, der am Stand von Rubino Weine und Cottinelli anzutreffen war. «Wir denken, es sollte auch am Abend vermehrt Attraktionen geben», sagt Schmid.

Die Tatsache, dass in diesem Jahr 24 Prozent weniger Aussteller mit von der Partie waren und die Fläche um gut zwei Prozent schrumpfte, führte hie und da zu Gedränge. Die Besucherströme seien noch nicht überall optimal geleitet. «Da müssen wir noch etwas tun.»

Sehr gut besucht waren die Betty-Bossi-Aktionen, das Gripen-Modell und die «Tun Basel», die zum dritten Mal stattgefunden hatte. Einige der Kinder seien am Wochenende mit den Eltern gekommen, nachdem sie unter der Woche mit der Schule da waren, sagt Schmid. Um die langen Schlangen an den Kassen zu verkürzen, setzte die Messe «fliegende» Billettverkäufer ein.

Betty Bossi ist zu Gast an der diesjährigen Muba
7 Bilder
Mit dem Rondini gelingt jedes Häppchen.
Die Betty-Bossi-Welt zum Anfassen und Ausprobieren.
Kochmoderatorin Assata Walter zeigt in ihrer Betty-Bossi-Backshow, wie der perfekte Apfelstrudel jedem gelingt.
Die Besucher schauen der Kochmoderatorin gespannt zu.
Nachdem der Apfelstrudel gebacken und mit Puderzucker bestreut ist, ...
... dürfen die Zuschauer natürlich probieren und sich von den Backkünsten der Betty-Bossi-Mitarbeiter überzeugen.

Betty Bossi ist zu Gast an der diesjährigen Muba

Martin Töngi

Ein ungelöstes Problem sind die offensichtlich nicht sehr bedienungsfreundlichen Scanner der Zugangskontrollen. Auch hier gab es Staus. Schmid: «Das Problem ist erkannt.»

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