Coronavirus

Baselbieter Kulturbetriebe erhalten höhere Coronaentschädigungen

Der Kanton Baselland hat zusätzliche Mittel für pandemiebedingte Ausfallentschädigungen im Kulturbereich bewilligt.

Der Kanton Baselland hat zusätzliche Mittel für pandemiebedingte Ausfallentschädigungen im Kulturbereich bewilligt.

Die Baselbieter Regierung spricht den Kulturbetrieben mehr Geld zu. Die Corona-Entschädigungen sollen erhöht werden. Wie es nach Oktober weitergeht, ist indes aber unklar.

Der Regierungsrat hat weitere Gelder für coronabedingte Ausfallentschädigungen im Kulturbereich gesprochen. Für die Monate September und Oktober stellt er zusätzlich knapp 1,4 Millionen Franken zur Verfügung, die gemäss der Covid-19-Verordnung vom Bund verdoppelt werden. Demnach stehen den Baselbieter Kulturschaffenden und -betrieben insgesamt 10,9 Millionen zur Verfügung.

Bereits Mitte April hatte der Kanton 4,05 Millionen gesprochen als Entschädigung für verschobene oder abgesagte Veranstaltungen sowie Betriebsschliessungen. Diese Beträge wurden ebenfalls verdoppelt.
Ab sofort und bis 20. September können Betroffene wieder Schäden geltend machen, die ihnen durch staatliche Massnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie im Zeitraum vom 1. September bis 31. Oktober entstehen.

Anspruchsberechtigt sind Personen und Institutionen, die zu mindestens 50 Prozent im Kulturbereich tätig sind. Zuvor konnten im Rahmen der ersten Tranche bis 20. Juni Schäden angemeldet werden, die im Zeitraum von März bis Ende August entstanden.

Doch Finanzspritze für gewinnorientierte Betriebe

Umstritten ist, wie der Kanton mit gewinnorientierten Kulturbetrieben umgeht. Diese konnten – wie KMU aus anderen Branchen – Soforthilfe des Kantons in Anspruch nehmen. Die erwähnten Ausfallentschädigungen erhalten sie hingegen nicht (die bz berichtete). Nun stellt die Regierung Härtefallbeiträge an solche Unternehmen in Aussicht.

Die Obergrenze dieser Entschädigungen liegt bei 500000 Franken pro Betrieb. Erste Gesuche in der Höhe von total 38000 Franken wurden bereits bewilligt. Damit anerkenne die Regierung die Bedeutung dieser Unternehmen für den Kulturbereich. Umgekehrt gelte es, die Verhältnismässigkeit der Coronamassnahmen für die Wirtschaft zu wahren.

Ob bei fortdauernden Einschränkungen wegen der Pandemie weitere Gelder gesprochen werden, «können wir zum jetzigen Zeitpunkt weder bejahen noch verneinen», heisst es auf Anfrage aus der Baselbieter Kulturabteilung. Es seien aktuell zu viele Fragen offen, wie es nach Auslaufen der Verordnung des Bundesrats am 20. September mit den Ausfallentschädigungen in der Kultur weitergehe.

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