Lokalpolitik

Das sind die neuen Einwohnerratspräsidenten

Das sind die neuen Einwohnerratspräsidenten und Einwohnerratspräsidentin

Das sind die neuen Einwohnerratspräsidenten und Einwohnerratspräsidentin

Die Vorsitzenden der fünf Ortsparlamente im Baselbiet sind ein Jahr lang die höchsten Bürger ihrer Gemeinde.

«Ich bin seit 2014 im Einwohnerrat und habe die politische Arbeit sehr gerne. Darum finde ich auch immer Zeit dafür, neben der Teilzeitanstellung als Gymnasiallehrerin an einer Primarschule. Für mich trifft es sich gut, dass wir in Liestal neulich ein neues Geschäftsreglement ausgearbeitet haben. Ich habe das Reglement selber mit erarbeitet und kenne es deshalb bereits sehr gut. Was hilft, ist, dass wir super Ratsschreiber haben, die sich gut auf die Sitzungen vorbereiten. Meine grösste Herausforderung als Präsidentin wird sein, wenn die Diskussionen ausufern. Eigentlich möchte ich schon allen Platz geben, ihre Meinung auszudrücken. Aber wenn nötig, werde ich auch mal ein Ratsmitglied mahnen, zu einem Schluss zu kommen. Ich hoffe, ich kriege den Einwohnerrat so in den Griff. Als Präsidentin muss ich zu den einzelnen Themen zurückhaltend sein. Aber ich vertraue meiner Fraktion, dass sie das anspricht, was mir wichtig ist.»

Vreni Baumgartner, 31, Liestal, Grüne

«Ich bin seit 2014 im Einwohnerrat und habe die politische Arbeit sehr gerne. Darum finde ich auch immer Zeit dafür, neben der Teilzeitanstellung als Gymnasiallehrerin an einer Primarschule. Für mich trifft es sich gut, dass wir in Liestal neulich ein neues Geschäftsreglement ausgearbeitet haben. Ich habe das Reglement selber mit erarbeitet und kenne es deshalb bereits sehr gut. Was hilft, ist, dass wir super Ratsschreiber haben, die sich gut auf die Sitzungen vorbereiten. Meine grösste Herausforderung als Präsidentin wird sein, wenn die Diskussionen ausufern. Eigentlich möchte ich schon allen Platz geben, ihre Meinung auszudrücken. Aber wenn nötig, werde ich auch mal ein Ratsmitglied mahnen, zu einem Schluss zu kommen. Ich hoffe, ich kriege den Einwohnerrat so in den Griff. Als Präsidentin muss ich zu den einzelnen Themen zurückhaltend sein. Aber ich vertraue meiner Fraktion, dass sie das anspricht, was mir wichtig ist.»

«Das Geschäftsreglement nochmals zu lesen, ist sicher nicht die schlechteste Idee. Denn als Einwohnerratspräsident muss ich die Feinheiten des Ratsbetriebs kennen. Alles in allem werde ich pro Sitzung etwa 20 Stunden investieren müssen. Ich arbeite in der Verwaltung der Rega. Da braucht es ein gutes Zeitmanagement, um die Politik unterzubringen. Es geht alles aneinander vorbei, aber oft werde ich an den Abenden oder den Wochenenden für den Einwohnerrat arbeiten müssen. Wie gut ich den Ratsbetrieb in den Griff kriege, fragen Sie mich am besten in einem Jahr wieder. Ich werde wohl oft die Mitglieder darauf hinweisen müssen, dass nicht jeder zu jedem Thema ein fünfminütiges Referat halten muss. Natürlich fällt es mir schwer, mich ein Jahr lang nicht zu den Themen äussern zu dürfen. Aber irgendjemand muss halt Präsident sein, und es ist gut, dass sich die Parteien dabei abwechseln.»

Urs Baumann, 55, Pratteln, FDP

«Das Geschäftsreglement nochmals zu lesen, ist sicher nicht die schlechteste Idee. Denn als Einwohnerratspräsident muss ich die Feinheiten des Ratsbetriebs kennen. Alles in allem werde ich pro Sitzung etwa 20 Stunden investieren müssen. Ich arbeite in der Verwaltung der Rega. Da braucht es ein gutes Zeitmanagement, um die Politik unterzubringen. Es geht alles aneinander vorbei, aber oft werde ich an den Abenden oder den Wochenenden für den Einwohnerrat arbeiten müssen. Wie gut ich den Ratsbetrieb in den Griff kriege, fragen Sie mich am besten in einem Jahr wieder. Ich werde wohl oft die Mitglieder darauf hinweisen müssen, dass nicht jeder zu jedem Thema ein fünfminütiges Referat halten muss. Natürlich fällt es mir schwer, mich ein Jahr lang nicht zu den Themen äussern zu dürfen. Aber irgendjemand muss halt Präsident sein, und es ist gut, dass sich die Parteien dabei abwechseln.»

«Ich werde das Geschäftsreglement auswendig lernen – na gut, vielleicht nicht ganz, aber man muss schon jederzeit wissen, wo man was nachschlagen muss, wenn es mal ein Problem gibt. Zusätzlich zu meinem 100-Prozent-Beruf als selbstständiger Plattenleger werde ich wohl 10 Prozent hergeben. Das wird an den Wochenenden geschehen. Schliesslich müssen wir im Einwohnerratsbüro sozusagen das Drehbuch zu den Sitzungen schreiben. Zum Glück ist man immer zuerst Vizepräsident, bevor man Präsident wird. Man hat also schon mal das Organisationskomitee dieses Betriebs kennen gelernt. Reinach hat zum Glück einen disziplinierten Einwohnerrat. Jeder kann zu allem seine Meinung sagen, aber es läuft sehr geordnet ab. Höchstens zu einem von zehn Dossiers werde ich gerne etwas sagen wollen, obwohl ich das als Präsident nicht darf. Man muss nicht immer zu allem seine Meinung abgeben.»

Jörg Burger, 61, Reinach, FDP

«Ich werde das Geschäftsreglement auswendig lernen – na gut, vielleicht nicht ganz, aber man muss schon jederzeit wissen, wo man was nachschlagen muss, wenn es mal ein Problem gibt. Zusätzlich zu meinem 100-Prozent-Beruf als selbstständiger Plattenleger werde ich wohl 10 Prozent hergeben. Das wird an den Wochenenden geschehen. Schliesslich müssen wir im Einwohnerratsbüro sozusagen das Drehbuch zu den Sitzungen schreiben. Zum Glück ist man immer zuerst Vizepräsident, bevor man Präsident wird. Man hat also schon mal das Organisationskomitee dieses Betriebs kennen gelernt. Reinach hat zum Glück einen disziplinierten Einwohnerrat. Jeder kann zu allem seine Meinung sagen, aber es läuft sehr geordnet ab. Höchstens zu einem von zehn Dossiers werde ich gerne etwas sagen wollen, obwohl ich das als Präsident nicht darf. Man muss nicht immer zu allem seine Meinung abgeben.»

«Die beste Vorbereitung auf das Präsidialjahr ist, die wichtigsten Punkte im Geschäftsreglement gut zu kennen. Natürlich werde ich es immer griffbereit haben. Ich versuche, organisiert an die neue Aufgabe heranzugehen. Immerhin bin ich schon seit fünf Jahren im Ortsparlament dabei und habe schon einiges miterlebt. Wir treffen uns im Einwohnerratsbüro immer drei Wochen vor jeder Sitzung. Das Sekretariat schreibt dann den Ablauf der Sitzung, das ist eine grosse Hilfe. Das zu ergänzen, ist meine Aufgabe. Das wird wohl jeweils drei bis vier Stunden in Anspruch nehmen. Hinzu kommen die Fraktionssitzungen, und wie jeder Einwohnerrat muss ich mich in die Traktanden einlesen. Insgesamt gebe ich jeden Monat wohl schon einen ganzen Tag für die Politik her. Neben meinem 100-Prozent-Beruf als Oberbauleiter habe ich eine Familie und Hobbys, auch diese werden Platz in meinem Alltag haben.»

Christian Kellermann, 47, Allschwil, CVP

«Die beste Vorbereitung auf das Präsidialjahr ist, die wichtigsten Punkte im Geschäftsreglement gut zu kennen. Natürlich werde ich es immer griffbereit haben. Ich versuche, organisiert an die neue Aufgabe heranzugehen. Immerhin bin ich schon seit fünf Jahren im Ortsparlament dabei und habe schon einiges miterlebt. Wir treffen uns im Einwohnerratsbüro immer drei Wochen vor jeder Sitzung. Das Sekretariat schreibt dann den Ablauf der Sitzung, das ist eine grosse Hilfe. Das zu ergänzen, ist meine Aufgabe. Das wird wohl jeweils drei bis vier Stunden in Anspruch nehmen. Hinzu kommen die Fraktionssitzungen, und wie jeder Einwohnerrat muss ich mich in die Traktanden einlesen. Insgesamt gebe ich jeden Monat wohl schon einen ganzen Tag für die Politik her. Neben meinem 100-Prozent-Beruf als Oberbauleiter habe ich eine Familie und Hobbys, auch diese werden Platz in meinem Alltag haben.»

«Als Einwohnerratspräsident muss man die Regeln kennen, wie der Rat vorzugehen hat, etwa wie die Verfahren ablaufen. Dafür sollte man die Geschäftsordnung des Einwohnerrats sehr gut kennen. Dabei fliesst meine Erfahrung aus der Zeit als Mitglied im Einwohnerrat ein: Was kann kommen, was sind eventuell schwierige Situationen, die es zu beherrschen gilt? So gut wie möglich muss man antizipieren, wie eine Debatte verläuft, wo es eventuell Variantenabstimmungen gibt. Das alles ist Teil meiner Vorbereitungen. Und wenn alle Stricke reissen, habe ich einen guten Vizepräsidenten, der mich unterstützen kann.Im Vordergrund stehen für mich gute und konstruktive politische Diskussionen. Bei wichtigen, umstrittenen Themen darf der Rat durchaus viel Zeit investieren. Bei unbestrittenen Geschäften darf es auch zügig vorangehen. Wichtig ist mir, dass wir die Zeit gut nutzen und gute Lösungen für Binningen finden.»

Stephan Appenzeller, 60, Binningen, SP

«Als Einwohnerratspräsident muss man die Regeln kennen, wie der Rat vorzugehen hat, etwa wie die Verfahren ablaufen. Dafür sollte man die Geschäftsordnung des Einwohnerrats sehr gut kennen. Dabei fliesst meine Erfahrung aus der Zeit als Mitglied im Einwohnerrat ein: Was kann kommen, was sind eventuell schwierige Situationen, die es zu beherrschen gilt? So gut wie möglich muss man antizipieren, wie eine Debatte verläuft, wo es eventuell Variantenabstimmungen gibt. Das alles ist Teil meiner Vorbereitungen. Und wenn alle Stricke reissen, habe ich einen guten Vizepräsidenten, der mich unterstützen kann.Im Vordergrund stehen für mich gute und konstruktive politische Diskussionen. Bei wichtigen, umstrittenen Themen darf der Rat durchaus viel Zeit investieren. Bei unbestrittenen Geschäften darf es auch zügig vorangehen. Wichtig ist mir, dass wir die Zeit gut nutzen und gute Lösungen für Binningen finden.»

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