Dornach

Leiterin neuestheater.ch: «Wir sind existenziell bedroht»

Das Neue Theater am Bahnhof wurde unter neuem Namen wieder eröffnet.

Das Neue Theater am Bahnhof wurde unter neuem Namen wieder eröffnet.

Das frisch eingeweihte neuestheater.ch am Dornacher Bahnhof erhält nicht wie vom ehemaligen Baselbieter Kulturdirektor versprochen 100'000 Franken Subventionen, sondern nur die Hälfte. Diese «Kürzung» habe für das Theater «existenzielle Folgen».

Die neue Baselbieter Kulturdirektorin Monica Gschwind erwähnte es am Rande ihrer 120-Tage-Pressekonferenz: Das eben eingeweihte neuestheater.ch – bis vor kurzem Neues Theater am Bahnhof Dornach genannt – soll nicht wie einst versprochen 100'000 Franken jährlich von Baselland bekommen, sondern nur 50'000. Was Gschwind kurz als Kleinigkeit erwähnte, könnte für das Theater «existenzielle Folgen» haben, wie die Leiterin Johanna Schwarz betont.

Denn der Neubau, an dem Baselland sich beteiligt hatte, ziehe höhere Betriebskosten nach sich. Und neuestheater.ch hatte bei der Programmierung der laufenden Saison die Baselbieter Gelder bereits einkalkuliert. Der frühere Kulturchef hatte der Leitung die 100'000 Franken zugesichert, und alt Kulturdirektor Urs Wüthrich habe das schriftlich bestätigt.

Die «Halbierung» unter der neuen Regierungsrätin erstaunt Johanna Schwarz: «Wir sind ein wichtiger Vorzeige-Kulturort in der Region, nur wenige Meter von der Kantonsgrenze entfernt. Der Anteil an Baselbietern im Publikum ist sehr hoch.» Monica Gschwind betone ja, wie wichtig ihr die regionale Kultur sei. «Es ist ein Widerspruch, uns die Gelder zu kürzen.»

Nun hofft Schwarz, der Kulturdirektorin bald in einem persönlichen Gespräch die prekäre Situation begreiflich machen zu können. (spe)

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