Bauarbeiten

Verlegte Busstation sorgt für Ärger und Verspätungen bei Schülern

Die provisorische Haltestelle an der Arisdörferstrasse ist vor allem für Schüler ein Nachteil.

Die provisorische Haltestelle an der Arisdörferstrasse ist vor allem für Schüler ein Nachteil.

Wegen des längeren Fusswegs erscheinen Jugendliche zu spät in der Schule in Liestal.

Sekundarschülerinnen und -schüler aus Arisdorf und Hersberg verpassen am Nachmittag teils den Unterrichtsbeginn im Schulhaus Burg in Liestal. Denn sie haben von der Haltestelle des 83er-Busses, der zwischen dem Kantonshauptort und Pratteln auch via Kaiseraugst verkehrt, seit ein paar Wochen einen längeren Fussweg zurückzulegen. Wegen Bauarbeiten wurde die Station auf dem Gestadeckplatz um etwa 100 Meter provisorisch weiter stadtauswärts verlegt. Diejenige in Fahrtrichtung Pratteln ist davon momentan nicht tangiert.

Verspätungen werden in Schule thematisiert

Über den vorübergehenden neuen Standort der Haltestelle ärgerten sich nicht nur die betroffenen Jugendlichen, sondern auch ältere Reisende, meinen die Arisdörferin Christine Reichenstein und Claudia Aebi aus Hersberg. Besonders deshalb, weil gemäss Autobus AG Liestal die Verschiebung schon seit Herbst 2019 bekannt war.

Ein Teil der Lehrer drücke bei ein, zwei Minuten Verspätung die Augen zu, andere akzeptierten das aber gar nicht, weiss Reichenstein. Deshalb nehmen Schülerinnen und Schüler manchmal den früheren Bus oder fahren mit dem Velo oder dem E-Bike nach Liestal, um rechtzeitig im Unterricht anzukommen.
Jürg Aeberhard von der Schulleitung der Sekundarschule Liestal hält den Ball flach. Er hat Kenntnis von Schülerinnen und Schülern, die wegen der verlegten Bushaltestelle zu spät zum Unterricht erscheinen.

Bisher seien die Verspätungen noch nicht gross aufgefallen. «Wir werden das im Konvent besprechen und dann eine einheitliche Handhabung festlegen», verspricht Aeberhard und ist überzeugt: Im Bereich von zwei, drei Minuten Verspätung am Nachmittag würden sie einen Weg finden, wie sie damit umgehen könnten.

Erneute Nachfrage ist in Bearbeitung

Christine Reichenstein und Claudia Aebi bereiten nun ein Schreiben an Regierungsrat und Verkehrs-direktor Isaac Reber vor, um ihn auf den Missstand aufmerksam zu machen und vor allem, um nochmals nachzufragen, wie es um den Stand der Petition stehe.

Denn bei Reber liegt eine Bittschrift mit 1235 Unterschriften, welche die beiden Frauen anfangs Februar der Landeskanzlei übergeben haben und die Ende Mai das Kantonsparlament einstimmig als Postulat an die Regierung überwiesen hat. Damit wird gefordert, den 83er-Bushalt auf dem Liestaler Wasserturmplatz wieder einzuführen, nachdem er mit dem Fahrplanwechsel von Mitte Dezember 2019 gestrichen worden ist (die bz berichtete). Viele Leute beklagen sich, dass sie entweder zur Haltestelle auf dem Gestadeckplatz oder am Bahnhof laufen müssen.

Das Postulat bearbeitet die Abteilung öffentlicher Verkehr der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion. Dafür hat sie Zeit bis Ende April des kommenden Jahres.

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