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Allschwiler Einwohnerrat streicht die Unterstützung fürs Theater Basel

Am gleichen Tag, wie der Landrat entschied, dem Theater Basel im kommenden Jahr mehr Geld zukommen zu lassen, beschloss der Allschwiler Einwohnerrat das Gegenteil.

Julia Gohl
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Das Theater Basel

Das Theater Basel

Der Gemeinderat hatte im Rahmen der Sparbemühungen den jährlichen Beitrag von 20'000 Franken aus dem Budget 2015 gestrichen. Diesen Entscheid wollte Einwohnerrat Andreas Bammatter (SP) mit einem Budgetpostulat rückgängig machen. «Der Betrag ist wichtig», sagte der Postulant an der Sitzung des Gemeindeparlaments am Donnerstagabend.«Auch wenn er klein ist, denn er ist ein deutliches Zeichen, dass Allschwil sich zur Kultur bekennt.»

Bammatter betonte, dass das Theater Basel auch für die Vorortsgemeinden einen Standortfaktor darstelle. Zuspruch erhielt er von seiner sowie von der BDP/GLP-Fraktion. Dazu kamen vereinzelte Einwohnerräte aus anderen Fraktionen.

Simon Zimmermann (SVP) erklärte, dass man in finanziell guten Zeiten gerne 20'000 Franken nach Basel schicken könne. «Aber wir müssen zuerst schauen, dass es uns gut geht, bevor wir einen anderen Kanton quersubventionieren.» Ähnlich sah das Philippe Hofmann (CVP): «Das Theater gehört der Stadt, wir sind Land, Punkt.»

Bei der Abstimmung kam es zu einem Patt - Einwohnerratspräsident Jürg Vogt (FDP) musste bei 14 zu 14 Stimmen den Stichentscheid fällen. Er schloss sich dem Gemeinderat an: Nächstes Jahr soll das grösste Dreispartenhaus der Schweiz keinen Zustupf mehr erhalten.

Allschwil ist die zweite Baselbieter Vorortsgemeinde, die ihre Spende an das Stadttheater einstellt. Bereits am Dienstag entschied die Gemeindeversammlung in Muttenz, die bisher 10'000 Franken 2015 nicht mehr zu überweisen.

Der Baselbieter Landrat hingegen entschied am Donnerstag, seine Subvention für die zweite Hälfte 2015 um 700'000 Franken aufzustocken. Wie in Allschwil fiel auch die Abstimmung im Kantonsparlament äusserst knapp aus. Drei Stimmen Unterschied gaben den Ausschlag.

Auch Winterhilfe fällt weg

Gegen das Budget des Gemeinderats stellte sich der Einwohnerrat unter anderem bei der Winterhilfe. Die Exekutive wollte diese aus Spargründen streichen. Das Gemeinde-Parlament verurteile dies grossmehrheitlich als ungerechtfertigtes Sparen bei den ärmsten der Ärmsten und stellte den Betrag von 20'000 Franken zurück ins Budget.

Nach den Budgetpostulaten sowie dem schon am Dienstag gefällten Entscheid gegen den Verkauf eines Riegelhauses am Dorfplatz erhöht sich das budgetierte Minus der Gemeinde Allschwil von rund 673'000 Franken auf 700'000 Franken. Im Vorjahr betrug der budgetierte Aufwandüberschuss noch 2,4 Millionen.

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