Denkmaltage
Arlesheim bittet zu Tisch und zeigt Altes in neuem Zustand

Am 13. und 14. September bitten die Europäischen Denkmaltage zu Tisch. Auch Arlesheim befasst sich mit den Themen Essen, Trinken und Kochen. In der Domstadt werden gleich mehrere Projekte vorgestellt.

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Die restaurierten Deckengemälde des Arlesheimer Doms.

Die restaurierten Deckengemälde des Arlesheimer Doms.

zvg

In diesem Jahr befassen sich die Tage des Denkmals mit etwas, was wir jeden Tag müssen, wollen oder uns gönnen: Mit dem Essen, Trinken und Kochen. Das diesjährige schweizweite Thema lautet «Zu Tisch».

In Arlesheim bieten der Denkmalschutz, Firmen und der Heimatschutz am 13. und 14. September ausserdem Führungen und Besichtigungen zu den zu folgenden fünf Projekten:

1. Arlesheimer Dom

Der Arlesheimer Dom wurde 1679 bis 1681 erbaut und knappe hundert Jahre später im Stile des Rokokos umgebaut und erweitert. Die reich bemalten Decken des Doms zeigten Risse auf. «Eine mögliche Ursache der Risse sind die durch das Glockenläuten verursachten Erschütterungen», sagt Walter Niederberger von der kantonalen Denkmalpflege. Mit Hanfseilen, Kuhhaar und alten Verputztechniken konnte man diese Risse reparieren.

Die Baustelle von aussen
28 Bilder
Die Baustelle von aussen
Der Arlesheimer Dom mit Baustelle
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Die Dombaustelle in Arlesheim
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.
Im Dom wird saniert.

Die Baustelle von aussen

Martin Töngi

2. Die letzte Mühle

Früher verfügte Arlesheim über vier Mühlen. Heute gibt es noch die 1780 erbaute Mühle am Eingang zur Ermitage. «Diese Mühle verfügt zwar über kein Mühlrad mehr», sagt Brigitte Frei, kantonale Denkmalpflegerin. «Der Mahltisch ist aber noch in gutem Zustand.»

3. Rätselhafter Sundgauerhof

Im Dach des Sundgauerhofs gibt es eine schöne Deckenmalerei. Diese sei für ein Wohnhaus wie den Sundgauerhof atypisch, erklärt Niederberger. Der Denkmalschutz konnte anhand der Jahresringe im Holz herausfinden, dass das Dach 1679 gebaut wurde – interessanterweise im selben Jahr wie der Arlesheimer Dom. Es sei aber noch unklar, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Dom und dem Wohnhaus gibt, denn die Geschichte des Sundgauerhofs ist noch immer nicht vollständig erforscht. Im Erdgeschoss wird künftig eine Bio-Bäckerei Brot anbieten. Im Obergeschoss gibt es eine Wohnung und in der Scheune wird ein Pilates-Studio eingerichtet.

4. BBC-Montagehallen

Im November 2013 ist die Stamm Bau AG in die alten BBC-Montagehallen in Arlesheim gezogen. Zuvor hat sie die 1893 bis 1919 entstandenen Hallen zurückhaltend saniert. Diese waren in gutem Zustand und liessen sich mit relativ kleinem Aufwand instand setzen. Für den Umbau war der Architekt Hansjörg Fankhauser zuständig, der an den Denkmal-Tagen auch durch die Montagehallen führen wird.

5. Wohnsiedlung Schappe

Wo heute eine grosse Wohnsiedlung mitten in Arlesheim steht, befand sich ursprünglich eine grosse Fabrik. Die ehemalige Spinnerei stand jahrzehntelang leer. Die Migros wollte auf dem Gelände ein Shoppingcenter eröffnen, doch nach Einsprache der Bevölkerung funktionierten sie mit der Gemeinde das Gelände zur sogenannten Schappe um. Hansjörg Stalder vom Baselbieter Heimatschutz und der Architekt der Siedlung, Daniel Stefani, werden die Führungen mit spannenden Hintergrundinformationen anreichern. (stu)

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