Nachruf
Baselbieter Kirchenratspräsident gedenkt der verstorbenen Elisabeth Böhme

Dankbar erinnern sich dieser Tage viele Menschen in der Region an das Wirken von Elisabeth Böhme (1921–2020). Die erste Pfarrerin der Reformierten Kirche Baselland ist am 8. November in ihrem 100. Lebensjahr gestorben.

Christoph Herrmann
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Elisabeth Böhme wurde 1921 geboren.

Elisabeth Böhme wurde 1921 geboren.

CH Media

Elisabeth Iselin, als Tochter eines Verbandssekretärs und späteren Berufsoffiziers aufgewachsen, studierte an den Universitäten Genf, Basel und Zürich. Sie absolvierte ihr Lehrvikariat in Obfelden, bevor sie 1946 in Basel zur Pfarrerin ordiniert wurde. Im Evangelischen Mädchen-Sekretariat Basel absolvierte sie ein Volontariat, heiratete und nahm den Familiennamen Gretler an. Bis zum frühen Tod ihres Gatten war sie in verschiedenen Kirchgemeinden als Pfarrfrau engagiert.

Von 1952 bis 1966 war Elisabeth Gretler in der Kirchgemeinde Liestal-Seltisberg als Pfarrhelferin tätig und während einiger Jahre Mitglied der Synode. Nachdem auch Pfarrerinnen in ein volles Pfarramt gewählt wer-den konnten, war sie die erste Frau, die im Kanton Baselland installiert wurde.

Ab Herbst 1966 bis zu ihrer Pensionierung 1983 war sie als Pfarrerin wiederum in der Kirchgemeinde Liestal-Seltisberg engagiert. Von 1980 bis 1983 präsidierte sie als erste Frau den Pfarrkonvent. Sie engagierte sich während vieler Jahre aktiv in der Bibelgesellschaft und war zuständig für die Bibelfernkurse der Bibelgesellschaften in beiden Basel. Zudem war sie als hervorragende Predigerin bekannt, welche die Frauen- und Mütterarbeit in der Kirchgemeinde und in der Kirche allgemein förderte.

Nach ihrer Pensionierung heiratete Elisabeth Gretler ein zweites Mal und nahm den Namen Böhme an. Die Urnenbeisetzung und die Abdankung finden aufgrund der aktuellen Umstände im engsten Familienkreis statt.

Pfarrer Christoph Herrmann, Kirchenratspräsident

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