Bildung
Baselbieter Grossprojekt «Zukunft Volksschule» nimmt erste Hürde

50 Millionen Franken will die Baselbieter Regierung in den nächsten sieben Jahren in die Bildungsqualität der Primar- und Sekundarschulen im Kanton stecken.

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Regierungsrätin Monica Gschwind (FDP), Vorsteherin der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

Regierungsrätin Monica Gschwind (FDP), Vorsteherin der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

Nicole Nars-Zimmer

Die landrätliche Bildungs-, Kultur- und Sportkommission (BKSK) hat das Massnahmenpaket mit zehn zu drei Stimmen gutgeheissen, wie dem gestern publizierten Bericht zu entnehmen ist. Auslöser waren die Ergebnisse der schweizweiten Überprüfung der Grundkompetenzen an der Volksschule. Die Baselbieter Schülerinnen und Schüler schnitten in der Mathematik im letzten Sekundarschuljahr unterdurchschnittlich sowie im Fach Deutsch im sechsten Primarschuljahr durchschnittlich ab.

Das Massnahmenpaket ist umfangreich: Unter anderem soll im letzten Sekundarschuljahr der Deutschunterricht um eine Lektion pro Woche erweitert werden. Ebenfalls soll «Medien und Informatik» sowohl auf Primar- als auch auf Sekundarstufe als eigenes Fach verankert werden. Vorgesehen ist schliesslich ein umfangreiches Aus- und Weiterbildungsprogramm für die Lehrkräfte.

Vielfalt an Massnahmen stiess in der BKSK auch auf Kritik

Das Paket sei zu überladen; besser wäre gewesen, einzelne Bereiche in separaten Vorlagen zu regeln. Als umstrittenster Teil erwiesen sich die SOS-Lektionen. Diese sollen Schulleitungen einsetzen können, um bei akut schwierigen Situationen den Lernerfolg für alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse zu gewährleisten. Eine Minderheit zweifelte an der Notwendigkeit dieser Massnahme.

Aufs Schuljahr 2022/2023 soll das Programm starten. Neben den 50 Millionen Franken des Kantons sehen sich die Gemeinden mit Kosten von 12,43 Millionen konfrontiert.

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