Birsfelden
Nach Volks-Nein: Birsfelden will Zentrumsplanung light

Obwohl die Birsfelder Stimmbevölkerung die Pläne für die Überbauung des Ortszentrums ablehnte, will der Gemeinderat die Pläne noch nicht endgültig in der Schublade versorgen.

Benjamin Wieland
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Komplett abschreiben will der Birsfelder Gemeinderat die Entwicklung des Zentrums nicht. Die Visualisierung zeigt die alte Turnhalle, die stehen bleiben soll, samt Neubauten.

Komplett abschreiben will der Birsfelder Gemeinderat die Entwicklung des Zentrums nicht. Die Visualisierung zeigt die alte Turnhalle, die stehen bleiben soll, samt Neubauten.

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Hauchdünn fiel der Entschied aus. Mit zehn Stimmen Unterschied. Am Sonntag, 27. März, lehnte die Birsfelder Stimmbevölkerung die Pläne für die Zentrumsplanung ab. Der Gemeinderat will das Vorhaben, mit dem rund neue 180 Wohnungen auf einem dutzend Baufelder entstanden wären, noch nicht begraben. Er schlägt stattdessen eine «zeitnahe Überarbeitung der Zentrumsentwicklung» vor, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Dieses Vorgehen sei an der Gemeinderatssitzung vom Dienstag beschlossen worden.

Die Exekutive begründet ihren Entscheid damit, dass das Abstimmungsergebnis zum Quartierplan Zentrum sehr knapp ausgefallen sei. Rund die Hälfte der Bevölkerung unterstütze demnach den ursprünglichen Quartierplan, wie vorgeschlagen:

«Der Gemeinderat beurteilt das Abstimmungsergebnis nicht als generelles ‹Nein› zur Entwicklung und Aufwertung des Birsfelder Zentrums.»

Diese Einschätzung basiere auf den Projekterfahrungen der letzten acht Jahre sowie auf zahlreichen Gesprächen und Rückmeldungen, die der Gemeinderat in den letzten Tagen geführt respektive erhalten habe. «Eine überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist mit dem Status quo im Birsfelder Zentrum nicht zufrieden.»

Überarbeiteter Quartierplan im kommenden Jahr

In den kommenden Monaten werde der Gemeinderat in den Austausch mit verschiedenen Anspruchsgruppen treten, um einen Vorgehensvorschlag zur Überarbeitung der Pläne auszuarbeiten. Ziel sei es, die bisherigen Arbeiten sowie neue Erkenntnisse und Impulse so miteinander zu verbinden, dass ein überarbeiteter «Quartierplan Zentrum» vor die Gemeindeversammlung gebracht werden könnte. Das wäre wohl im kommenden Jahr der Fall.