Finanzielle Unterstützung
Das bz-Gemeinderating zeigt: Hier wird am meisten Sozialhilfe bezogen

Im vierten Teil unserer Serie «Das grosse bz-Gemeinderating» zeigen wir, in welchen Gemeinden in unserem Einzugsgebiet die meisten Personen auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind.

Mélanie Honegger
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Top 1: Seltisberg 0-0,5%
10 Bilder
Top 2: Buus 0-0,5%
Top 3: Biel-Benken 0,32%
Top 4: Pfeffingen 0,34%
Top 5: Schönenbuch 0,7%
bz-Gemeinderating: Wo die Sozialhilfe gebraucht wird
Flop 2: Liestal 6,18%
Flop 3: Pratteln 5,25%
Flop 4: Waldenburg 5,04%
Flop 5: Grellingen 4,75%

Top 1: Seltisberg 0-0,5%

bz

Es ist seit Jahren ein kontroverses Thema in der Region: Besonders im Baselbiet sorgen die unausgeglichenen Sozialhilfeausgaben für Ärger bei den betroffenen Gemeinden. Diese lancierten 2016 die Gemeinde-Initiative, die fordert, dass künftig 70 Prozent der Nettosozialhilfekosten auf alle Gemeinden verteilt werden. Nun liegen neue Gegenvorschläge vor, eine definitive Lösung gibt es noch nicht.

So funktioniert das grosse bz-Gemeinderating

112 Gemeinden zählt das Einzugsgebiet der bz. Nebst den 86 Gemeinden des Baselbiets zählen auch die 25 Schwarzbubengemeinden sowie die Stadtgemeinden Basel-Stadt, Riehen und Bettingen dazu. Im grossen Gemeinderanking wagt die bz den Vergleich: Wir lassen alle Gemeinden gegeneinander antreten und haben hierfür Kriterien ausgewählt, in der die Kleinen gegen die Grossen eine Chance haben und umgekehrt. In der lose erscheinenden Serie küren wir jeweils die Top-5- und Flop-5-Gemeinden. Sollte Ihre Gemeinde auf den hinteren Rängen gelandet sein, dann nehmen Sie es sportlich: Vielleicht sind Sie in einem der nächsten Rankings ganz vorne dabei.

Bisher erschienen:
25.07.: Bevölkerungszuwachs
03.08.: Beizendichte
14.08.: Abfallzahlen

Die bz wagt den Vergleich und untersucht die Sozialhilfequoten aus dem Jahr 2016. Die aktuellen Zahlen für das Jahr 2017 wurden vom statistischen Amt Baselland zwar eben veröffentlicht, jedoch nicht auf Gemeindeebene.

Wo in der Region gibt es am wenigsten Personen, die auf Unterstützung angewiesen sind? Weshalb ziehen die Betroffenen vor allem in Städte? Und wie stehen die Vertreter der privilegierteren Gemeinden einem Sozialhilfeausgleich gegenüber?

Das bz-Rating zeigt: Je teurer das Leben in der Gemeinde, desto niedriger ist die Sozialhilfequote. Das wird in erster Linie beim Wohnraum deutlich. Derweil die Wohnungspreise in kleinen, ländlichen Gemeinden häufig besonders hoch sind, gibt es in städtischen Gegenden auch günstige Angebote.

Auch andere Umstände sind zentral, wie Sebastian Helmy, Leiter des Baselbieter Sozialamts, erklärt. So seien Faktoren wie Erreichbarkeit, Anonymität und Zentrumsnähe essenziell.

Obwohl die Quote im Baselbiet seit Jahren ansteigt, zieht Helmy auch eine positive Bilanz: «Die Bezugsdauer ist sehr kurz. In der Hälfte der Fälle sind die Betroffenen für weniger als zwei Jahre auf Unterstützung angewiesen.» Die durchschnittliche Sozialhilfequote der untersuchten Gemeinden ist denn auch nicht besonders hoch. Mit 2,5 Prozent liegt sie unter dem nationalen Durchschnitt von 3,3 Prozent.

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