Oberdorf
Die magischen Würfel sind gefallen

Der Schülerfasnachtsumzug wurde zu einem wahren Triumphmarsch

Andrea Mašek
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So schön war der Schülerfasnachtsumzug in Oberdorf
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So schön war der Schülerfasnachtsumzug in Oberdorf
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So schön war der Schülerfasnachtsumzug in Oberdorf
So schön war der Schülerfasnachtsumzug in Oberdorf

So schön war der Schülerfasnachtsumzug in Oberdorf

Kenneth Nars

Die Bennwiler stehen schon eine halbe Stunde vor Beginn in Reih und Glied bereit. Die Gugge, die den Umzug anführen wird, zockelt langsam den Baumgartenweg entlang. Von dort aus wird zum Fasnachtsumzug durch Oberdorf gestartet.

Den Anker gelichtet haben die kampfeslustigen Piraten. Ihr Kapitän lässt sich von seinen Männern eine Handvoll Konfetti geben. Noch nicht in voller Montur ist eine Lehrerin. «Zeigen Sie, Frau Herzog», ruft ihr ein Knabe zu. Sie zieht ihre Larve über, die Kinder kichern.

Es herrscht eine fröhlich ungeduldige Stimmung. Rund 600 Primarschülerinnen und -schüler aus sechs Dörfern wollen endlich losziehen. Ihre Geschwister, Eltern, Grosseltern, Götti und Gotten säumen die Route. Punkt 14 Uhr ertönt eine Trillerpfeife, Paukenschläge setzen ein und die einheimischen Au-Rugger marschieren los. Mit ebenso strammen Schritten folgen die Oberdörfer Schüler. Auf ihren selbst gebastelten Trommeln eifern sie den Grossen nach. So begeistert sind die farbenfrohen Paradiesvögel, dass sie den Hügel förmlich hinunterfliegen.

«Oh», ertönt es vom Strassenrand und Applaus brandet auf für die Ausserirdischen in ihrem silber- oder goldglänzenden Foliendress. Beeindruckt sind die Kiebitze auch von den Senatsmitgliedern, die in römischer Manier mit Lorbeerkranz geschmückt vorbeiziehen. Offenbar haben sie die hinter ihnen herziehenden Drachen gut im Griff.

Es ist bewundernswert, was die Kinder fertig gebracht haben. Die Kostüme und Larven sind bis oft ins letzte Detail eine wahre Augenweide. Die Accessoires sind einmalig. Auch sie beweisen, wie sich die Schülerinnen und Schüler ins Zeug gelegt
haben und an diesem Freitagnachmittag ins Zeug legen. Die kleinen Zuschauer erhalten Süsses, die Gabi ein Rüebli und viele Frauen Konfetti ins Gesicht.

Die kleinen Bären und Clowns aus Langenbruck sind sehr zahm, dafür die Hexen und Marsmenschen umso vorwitziger. Herzig kindsgerecht rauscht die Gugge Gassespränger im Zwergenkostüm vorbei. Die Waldenburger Löwen reissen zum Glück ihre Mäuler auch nicht allzu weit auf und die Plastik-Bajasse lassen sich ganz einfach bestaunen. Dafür tun die Roboter mit ihrem Abfallwagen überaus geschäftig. Märchenhaft präsentiert sich Hölstein, mit seinen Rittern, Burgfräuleins und Fröschen. Sie werden von Paradiesvögeln, Hexen und Dinosauriern begleitet. Der FCBasel trumpft gross auf, wird aber von den magischen Würfeln noch übertroffen. Die Gwaageschränzer kündigen ein ganz budgetbewusstes M-ölstein an.

Bämbel lässt es aus den Dino-Eiern nochmals Konfetti regnen, während die Safari-Teilnehmer versuchen, ihre Schlangen und Käfer in Schach zu halten. Die riechen wohl die Lampenberger Hühner, die rappend einen grossartigen Schlusspunkt setzen.

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