Hoffnungsträgerin
Diese Baselbieterin ist das Mädchen mit dem «Million-Dollar-Smile»

Sie ist jung, sie ist schön, und sympathisch kommt sie auch herüber. Die Häfelfingerin Monika Buser vertritt das den Kanton Baselland bei der Miss-Schweiz-Wahl 2015.

Sabrina Sutter
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Monika Buser vor dem Tinguely-Brunnen in Basel.

Monika Buser vor dem Tinguely-Brunnen in Basel.

Sabrina Sutter

Sie ist jung, sie ist schön, und sympathisch herüber kommt sie auch. Jedenfalls kann man nicht anders, als es ihr gleichzutun, wenn Monika Buser aus Häfelfingen lacht. Sie vermittelt den Eindruck des typischen «Mädchens von nebenan». Die frischgebackene diplomierte Kauffrau ist dabei viel mehr als bloss ein Modepüppchen, das sich erhofft, zur schönsten Frau der Schweiz gekürt zu werden.

Zwar führt sie einen eigenen Fashionblog, es macht ihr aber auch überhaupt nichts aus, sich auch mal dreckig zu machen. «Da ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin, gehörte es für mich von Anfang an dazu, meine Eltern zu unterstützen und mit anzupacken», berichtet die 19-Jährige. Als kleines Mädchen habe sie zum Beispiel jungen Lämmern beim Säugen am Muttereuter geholfen, wenn deren Mütter die Milchabgabe verweigerten.

Schwestern sind die grössten Fans

Noch heute wohnt sie bei ihren Eltern auf dem Bauernhof, zusammen mit ihren drei kleinen Schwestern. Diese seien bereits seit Jahren ihre grössten Fans. «Seit wir klein waren, haben sie mich immer nachgemacht. Sie haben das gleiche gegessen wie ich, trugen dieselben Klamotten und wollten einfach alles haben, was ich auch hatte.» Damals habe Buser sich fürchterlich darüber aufgeregt, doch heute sei sie stolz darauf, ein Vorbild für ihre Schwestern zu sein, und schätze diese Rolle sehr. «Beim Bloggen ist es ähnlich. Auf ‹Pretty Little Luna› kann ich kreativ sein und mich modetechnisch austoben. Wenn ich dabei andere inspiriere, ihnen Ideen liefern oder bei der Wahl eines Produkts behilflich sein kann, macht mich das glücklich.»

Einmal hatte Monika Buser das Krönchen schon – als sie noch ein Kind war (rechts).

Einmal hatte Monika Buser das Krönchen schon – als sie noch ein Kind war (rechts).

ZVG

Der Blog, den sie heute alleine führt, wurde ursprünglich von zwei Personen gegründet. «Meine beste Freundin und ich begannen gemeinsam zu bloggen. Weil sie dann aber für längere Zeit nach Kalifornien ging, hörte sie damit auf.» Von ihrem Blog leben möchte Buser jedoch nicht, er bleibe ein mit Leidenschaft geführtes Hobby. Stattdessen möchte die junge Frau in die Immobilienbranche einsteigen. Zwinkernd sagt sie: «Gegen ein Jahr als amtierende Miss Schweiz hätte ich aber auch nichts einzuwenden.»

Einsatz für die Philippinen

Busers spontane Teilnahme am Casting in Basel sei vor allem auf ihre Neugierde zurückzuführen. Da sie nichts zu verlieren gehabt habe und sehr abenteuerlustig sei, habe sie kurzerhand mitgemacht. Und tatsächlich wurde sie als eine von nur 12 Kandidatinnen für den Hauptwettbewerb ausgewählt. Dieser findet am 7. November im Musical Theater Basel statt. Im Falle eines Sieges würde sie sich für die Philippinen einsetzen, beispielsweise für ein besseres Bildungssystem sorgen. «Wenn die Jugend in den Philippinen von einer besseren Ausbildung profitieren könnte, dann hätte sie vielleicht die Möglichkeit, das Leben dort zu verändern.»

Da sie selbst zur Hälfte Philippina ist, hat sie einen starken Bezug zu diesem Land. Als kleines Mädchen trug sie ständig philippinische Gewänder, die ihre Grossmutter ihr genäht hatte. «Die anderen Kinder waren oft eifersüchtig und wollten auch solche Kleider haben», erzählt sie schmunzelnd. Ausserdem koche ihre Mama abends immer zwei Gerichte, wovon das eine europäisch und das andere asiatisch sei. Ihr Wille, die Philippinen zu unterstützen, hat jedoch nichts mit der Wahl zu tun. «Seit Jahren schon schicke ich meinen Verwandten Kleider. Auch wenn ich nicht gewinnen sollte, möchte ich den Leuten dort helfen, so gut ich kann.»

Äusserlichkeiten unwichtig

Ein grosses Herz hatte Monika offenbar schon immer. «Jedem, den ich kennen lerne, gebe ich die Chance, seinen Charakter zu beweisen, bevor ich urteile. Äusserlichkeiten sind mir nicht wichtig», erklärt sie. «Ich kenne ein paar Leute, die früher gemobbt wurden. Mir war das jedoch immer egal und ich habe stets zu ihnen gehalten.» Dass Missen im Volksmunde oftmals als oberflächlich und dumm bezeichnet werden, sei ihr bewusst, sagt sie. «Klar, es gibt immer Leute, die voreingenommen sind. Aber wenn sie mich dann kennen lernen und sehen, wie ich wirklich bin, ändern sie ihre Meinung meistens.»

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