Gesundheitszentrum in Laufen
Kantonsspital Baselland und Regierung räumen Bedenken zu neuer Notfallstation aus dem Weg

Das künftige Laufner Gesundheitszentrum erhält einen separaten Eingang. So soll sichergestellt werden, dass die Anonymität der Patientinnen und Patienten gewährleistet werden kann.

Hans-Martin Jermann
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Das Gesundheitszentrum wird im Birs Center beim Laufner Bahnhof eingemietet sein.

Das Gesundheitszentrum wird im Birs Center beim Laufner Bahnhof eingemietet sein.

Nicole Nars-Zimmer

Das Kantonsspital Baselland (KSBL) und der Regierungsrat haben Details zum Betrieb des künftigen Gesundheitszentrums in Laufen bekanntgegeben. Der geplante Standort im Birs Center im Umfeld von Migros, Denner und Kantonalbank am Bahnhof stiess in der Bevölkerung teilweise auf Kritik. Insbesondere wurden Befürchtungen laut, wonach im Einkaufszentrum die Anonymität für Patientinnen und Patienten nicht gewährleistet sei.

Die Baselbieter Regierung betont in ihrer Antwort auf Fragen des Laufner CVP-Landrats Marc Scherrer: Alternativen seien geprüft worden, doch das Birs Center sei der geeignetste Standort für das Gesundheitszentrum, heisst es.

Parkplätze nur fürs Gesundheitszentrum

Das Gesundheitszentrum wird sich im ersten und zweiten Stock des Birs Center einmieten, in den ehemaligen Räumlichkeiten der Gesundheitskasse EGK, die ihrerseits an der Naustrasse in Laufen eben einen Neubau erstellt hat. Erschlossen wird das Gesundheitszentrum über einen Seiteneingang, der rund um die Uhr genutzt werden kann. Dieser bietet zudem eine direkte Liftverbindung ins Gesundheitszentrum. Damit werde ein diskreter und schneller Zugang der Patienten als auch der Abtransport im Notfall mit dem Rettungswagen ermöglicht.

Ein wichtiges Thema sind auch die Parkplätze: Im Vorfeld wurde befürchtet, dass im Birs Center zu Haupteinkaufszeiten die 200 Parkplätze nicht ausreichen, im schlimmsten Fall also Patienten keinen Parkplatz finden. Die Regierung betont, dass das Gesundheitszentrum ein festes Parkplatz-Kontingent für Patientinnen und Patienten sowie für Mitarbeitende reservieren werde. Darüber hinaus seien gesondert ausgewiesene Notfall-Parkplätze vorgesehen. CVP-Landrat Scherrer ist mit den Antworten zufrieden: KSBL und Regierung hätten die geäusserten Bedenken ernst genommen und Perspektiven aufgezeigt.

Spital: Lokale Ärztezeigen Interesse

Den Betrieb aufnehmen soll das Gesundheitszentrum laut Plan im Herbst 2022. «Das Angebot zügelt zu diesem Zeitpunkt hin eins zu eins ins Birs Center», erklärt KSBL-Sprecherin Anita Kuoni. Am heutigen Spitalstandort seien das ambulante Angebot und die Notfallversorgung durchgehend gewährleistet. Eine wichtige Rolle wird die Kooperation mit ortsansässigen Ärzten spielen. Im Frühling sickerte durch, dass diese mit dem Gesundheitszentrum nicht zusammenarbeiten wollen. Nun sagt Kuoni: Verträge seien zwar noch keine unterschrieben, doch man sei sehr zuversichtlich, dass es gelinge, Partner aus der lokalen Ärzteschaft einzubinden.

Der Rückzug des privaten Anbieters Medbase aus dem Projekt war vor diesem Hintergrund gar positiv. Davon ist jedenfalls Marc Scherrer überzeugt: «Dadurch hat sich die Chance aufgetan, dass die Ärzte direkt mit dem KSBL verhandeln können.» Letzteres sei für die Ärzte und die Bevölkerung nun mal der vertrauenswürdigere Partner.

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