Salina Raurica
Landrat will Pegoraro mit Resolution zum 14er-Tram Beine machen

Weil Baudirektorin Sabine Pegoraro dem Landrat zu wenig Druck beim Bund für die Verlängerung des 14er-Trams ausübt, plant er nun eine Resolution. Damit will der Landrat sicherstellen, dass das Pojekt beim Bund nicht auf die lange Bank gerät.

Michael Nittnaus
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Das Tram Nr. 14 der BVB in Pratteln an der Bahnhofstrasse

Das Tram Nr. 14 der BVB in Pratteln an der Bahnhofstrasse

Kenneth Nars

So schnell gibt Baselland nicht klein bei. Nachdem die Verlängerung des 14er-Trams nach Salina Raurica vom Bund im Entwurf des Agglomerationsprogramms nur in die Subventions-Phase B (2019 – 2022) eingeteilt worden ist, ist die Enttäuschung zwar gross. Doch da die Vernehmlassung dazu noch läuft, möchte der Landrat alles versuchen, sich die für die öV-Erschliessung des Gebietes benötigten Bundesgelder doch schon in der Phase A (2015 – 2018) zu sichern.

Baubeginn 2018 auch ohne Bund

Im Rahmen der Beantwortung einer dringlichen Interpellation von Ruedi Brassel (SP, Pratteln) versprach Regierungsrätin Sabine Pegoraro, beim Bund nochmals vorstellig zu werden – und dies gemeinsam mit Basel-Stadt, das selbst mit einigen Einteilungsentscheiden nicht zufrieden ist: «Wir werden dafür kämpfen.» Dies genügte dem Parlament allerdings nicht. Brassel etwa rügte Pegoraro für die Aussage, dass die Phase B nicht so gravierend sei, da man mit dem Bau der Tramverlängerung sowieso erst 2018 beginnen könne. «Bis 2019 die zweite Subventionsphase beginnt, können wir das Projekt auch vorfinanzieren», so Pegoraro.

Brassel entgegnete: «Wir können nicht mit dem öV-Anschluss warten, bis die 600 Arbeitsplätze von Coop in Salina Raurica mit dem Individualverkehr erschlossen sind. Auch sind die rund 50 Millionen Franken, die der Bund in Aussicht stellt, nur in der Phase A gesichert.» Klaus Kirchmayr (Grüne, Aesch) nahm deshalb das Heft in die Hand und rief alle Fraktionspräsidenten auf, ihm die Unterstützung einer gemeinsamen Resolution zuzusichern. Diese solle in Bundesbern für zusätzlichen Druck sorgen.

Etappierung war nicht der Grund

Eingangs der Debatte stellte Pegoraro noch etwas richtig: «Auch ohne die Etappierung des Projektes in zwei Abschnitte wäre die Tramverlängerung vom Bund in die Phase B eingeteilt worden.» Dies habe man abgeklärt, nachdem in der «Basler Zeitung» Gegenteiliges behauptet worden war. Überhaupt seien praktisch alle Tramprojekte der Schweiz in Phase B eingeteilt worden.

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