Stadtrat Liestal
Die Suche nach der bürgerlichen Gegenkandidatur

Nach dem Rücktritt von SP-Stadträtin Regula Nebiker hat die Partei sogleich Pascale Meschberger als Nachfolgekandidatin nominiert. Auch die Bürgerlichen wollen in den Stadtrat – die Suche gestaltet sich jedoch schwieriger als erwartet.

Kelly Spielmann
Drucken
Im Liestaler Stadtrat wird ein Sitz frei – wer übernimmt?

Im Liestaler Stadtrat wird ein Sitz frei – wer übernimmt?

Benjamin Wieland

Liestals Bürgerliche sind sich einig: Eine stille Wahl für Pascale Meschberger soll es nicht geben. Sowohl die SVP als auch die FDP sind derzeit auf der Suche nach Gegenkandidatinnen oder -kandidaten, die sich für den frei werdenden Sitz im Liestaler Stadtrat eignen würden.

«Ich bin klar der Überzeugung, der SVP steht ein Sitz im Stadtrat zu», sagt Reto Tschudin, Präsident der Ortspartei. Ob man für diesen Anspruch schon für die Ersatzwahl kämpfen könne oder ob dies erst bei der Gesamterneuerungswahl möglich ist, ist noch unklar. Denn die Suche sei schwieriger als erwartet:

«Wir haben am Anfang gemeint, wir hätten einen sicheren Kandidaten, das hat sich aber als falsch herausgestellt.»

Wichtig sei, dass eine allfällige Kandidatin oder ein Kandidat mehrheitsfähig ist.

Deshalb ist die SVP auch in Gesprächen mit der FDP, die dies auf Anfrage bestätigt. «Wir haben natürlich auch schon die Fühler ausgestreckt», sagt Hans Vogt, Präsident der FDP Liestal. Man sei für eine gemeinsame Kandidatur bürgerlicher Seite, «sofern eine passende Kandidatin oder ein passender Kandidat vorhanden ist und man sich auf diese Person einigen kann». Zwei Kandidaten wolle man nicht ins Rennen schicken.

Auch bei der FDP wird derzeit abgeklärt, wer sich eignen würde und auch beruflich in der Lage ist, genug Zeit für das Amt freizuschaufeln. Das Ziel sei, im Dezember eine Kandidatur aufstellen zu können.

Die Wahl für den Sitz wird am 13. Februar 2022 stattfinden, eine allfällige Nachwahl am 15. Mai.

Aktuelle Nachrichten