Fusion
Standortförderung Baselarea nimmt Innovationspark in Allschwil unter die Fittiche

Standortförderung Baselarea und der Switzerland Innovation Park (SIP) fassen eine Fusion ins Auge, wie die Organisation am Freitag bekannt gab. Konkret: Baselarea übernimmt mandatsweise die Leitung des SIP.

Stefan Schuppli
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Baselarea ist die Innovationsförderung und Standortpromotion der Nordwestschweizer Kantone Basel-Stadt, Baselland und Jura.

Baselarea ist die Innovationsförderung und Standortpromotion der Nordwestschweizer Kantone Basel-Stadt, Baselland und Jura.

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Keine Frage: Die Innovations- und Standortförderung Baselarea und der in Allschwil auf dem Bachgrabenareal liegende Innovationspark (Switzerland Innovation Park, SIP) haben viel miteinander zu tun. Denn beide sind für die Region ein wichtiger wirtschaftlicher Entwicklungsfaktor. Anders gesagt: Wirtschaftliche Entwicklung ist in dieser Region fast gleichbedeutend mit angewandter Innovation.

Jetzt kommt der SIP unter die Fittiche der Standortförderung Baselarea, wie die Organisation am Freitag bekannt gab. Konkret: Baselarea übernimmt mandatsweise die Leitung des SIP. Grund für den jetzigen Zeitpunkt war, dass SIP-Leiter Jürgen Allwohn eine neue «attraktive Stelle in der Privatwirtschaft» angeboten bekam, wie er selbst sagt. Es war für ihn eine Chance, auf die er nicht verzichten wollte. Die Idee, Baselarea und den Innovationspark einander näher zu bringen, war freilich nicht ganz neu. Dass die beiden Institutionen zusammengehören, habe sich gezeigt, als das von Baselarea gegründete Baselaunch-Programm nach Allschwil zog.

Dieses hilft Pharma-Firmenprojekten in der Region auf die Beine, macht also etwas ganz Ähnliches wie der SIP. Neben Baselarea sind bei Baselaunch Roche, der Novartis Fund, Pfizer, Johnson & Johnson und Roivant mit im Boot.

Fusion frühestens Anfang 2019

Kurzum: Es genügt nicht, wenn der SIP in Allschwil einfach nur Infrastruktur, das heisst Labor und Büros, zur Verfügung stellt. Die Firmengründer und Forscher brauchen auch Netzwerk, Beratung und Austauschmöglichkeiten. Deshalb werden jetzt die Möglichkeiten einer Fusion von Baselarea und des SIP geprüft. Diese werde frühestens Anfang 2019 erfolgen.

Gemäss Allwohns Aussage hat der SIP im vergangenen Jahr grosse Erfolge erzielt. Bereits sind über 80 Prozent der Laborflächen an der Gewerbestrasse 12 bis 18 (früher Actelion) vermietet. Weitere Flächen wurden in der Nachbarschaft zugemietet. Dort werden neu auch Veranstaltungen durchgeführt. Immer mehr kristallisiere sich heraus, dass sich hier eine Plattform für Wissenschaft und Wirtschaft bilde. «Durch das engere Zusammenrücken mit der regionalen Innovations- und Standortförderung BaselArea.swiss kann der Innovationspark dieses Ziel deutlich schneller realisieren», sagt Gilbert Achermann, Verwaltungsratspräsident des SIP.

Innovationspark seit zwei Jahren

Baselarea ist die Innovationsförderung und Standortpromotion der Nordwestschweizer Kantone Basel-Stadt, Baselland und Jura. Die Organisation beschäftigt heute 18 Mitarbeitende und verfügt über ein Budget von 3,6 Millionen Franken pro Jahr, das von den drei Kantonen sowie vom Staatssekretariat für Wirtschaft Seco getragen wird.
Baselaunch ist im Bereich Beratung und Start-up-Finanzierung tätig. Um an die Geldtöpfe ranzukommen, müssen die Start-ups eine professionelle Selektion durchlaufen und werden auf ihre Tauglichkeit geprüft.

Der SIP wurde vor zwei Jahren eröffnet und nach und nach erweitert. Grosse Bauinvestitionen mussten bislang keine getätigt werden. In der Nähe ist auch der Neubau des Tropen- und Public Health Institut (TPH) geplant.

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